Beiträge mit dem Schlagwort: Wald

Unsere Tiere stellen sich vor: der Schmetterling

Der Schmetterling in unserem Staunbaum

Hier fliegt unser Schmetterling um den Staunbaum
(Foto: Oliver Hanser)

Einen Schmetterling hat sicher jeder von euch schon mal gesehen. Die schmalen Tierchen mit den großen Flügeln gehören zur Gruppe der Insekten und flattern auch in Deutschland zahlreich durch die Lüfte. Viele von ihnen sind wunderbar bunt. Ihre Farbenpracht verdanken sie den so genannten Farbschuppen, durch die tolle Muster auf den Flügeln entstehen. Weitere Merkmale des Schmetterlings sind seine Facettenaugen, die aus vielen, vielen kleinen Linsen zusammengesetzt sind, und die langen Fühler. Kopf und Körper sind im Vergleich zu den Flügeln recht klein.

Weinschwaermer

Auf diesem Bild erkennt ihr die Facettenaugen und die langen Fühler des Weinschwärmers. Die vorderen Beine verwendet der Schmetterling als Bürste, mit der er sich nach dem Essen reinigen kann.
(Foto: Bernhard Henneck)

Schmetterlinge leben dort, wo Pflanzen wachsen, und sie fühlen sich fast überall auf der Welt wohl. Wenn ihr auf Wiesen und Feldern, an Büschen und im Wald sowie drumherum aufmerksam Ausschau haltet, entdeckt ihr sicher einige der hübschen Tierchen. Es gibt übrigens rund 150 000 Arten, auch (Nacht-)Falter, Schwärmer, Spanner, Spinner und Motten gehören dazu. Manche Schmetterlinge haben sehr interessante Namen, sie heißen zum Beispiel Eulen, Bären, Ordensbänder, Hausmutter, Admiral, Schachbrettfalter oder Bananenfalter. Ihren Namen verdanken diese Exemplare häufig der Zeichnung auf ihren Flügeln: Das an ein Eulenauge erinnernde Muster des Eulenfalters zum Beispiel schreckt Vögel ab und bewahrt ihn so davor, gefressen zu werden. Manche Schmetterlinge stellen in ihrem Körper Gift her, damit sie für Fressfeinde als Beute nicht infrage kommen.

Schwalbenschwanz

Auch der Schwalbenschwanz hat ein interessantes Muster auf seinen Flügeln
(Foto: Bernhard Henneck)

Der Schmetterling selbst sucht sich seine Nahrung in den Blumen. Mit seinem langen Rüssel saugt er den Nektar aus der Blüte. Wann er das tut, hängt davon ab, welcher Art er angehört. Manche suchen bevorzugt in der Dämmerung, andere gehen erst tagsüber oder sogar in der Nacht auf die Suche. Man unterscheidet deshalb zwischen Tag- und Nachtfaltern. Durch ihre Nahrungssuche tragen die Schmetterlinge zur Fortpflanzung der Blumen bei, weil sie Blütenstaub von Blume zu Blume tragen. Manche Schmetterlinge ernähren sich von Schweiß oder Blut, andere trinken den gärenden Saft aus Bananen. So kam der Bananenfalter zu seinem Namen. Es gibt sogar Schmetterlinge, die überhaupt nicht fressen, weil sie nur sehr kurze Zeit leben.

Schmetterling Admiral

Hier seht ihr einen Admiral an einer Distel
(Foto: Bernhard Henneck)

Wenn wir in unserem Garten einen schönen Schmetterling bewundern, hat er zuvor bereits mehrere Stadien durchlaufen und ist von der Raupe zur Puppe geworden, aus der er anschließend geschlüpft ist. Aber fangen wir von vorne an: Alles beginnt bei der Paarung. Nachdem diese vollzogen wurde, legt das Weibchen Eier ab, aus denen Larven schlüpfen. Das sind die Raupen. Diese kleinen Tierchen sind überaus gefräßig und legen in kurzer Zeit ordentlich an Gewicht zu.

Schwalbenschwanz Raupe

Die Raupe des Schwalbenschwanzes (Papilio machaon) ist selbst recht interessant gemustert
(Foto: Bernhard Henneck)

Tagpfauenauge Raupe

Bei der Raupe des Tagpfauenauges (Nymphalis io) heben sich die orangenen Stummelbeine auffällig von ihrem schwarzen Körper ab
(Foto: Bernhard Henneck)

Bevor aus ihnen ein Schmetterling wird, müssen sie sich verpuppen. Dazu spinnen sie sich mithilfe eines langen Fadens aus ihrem Körper in einen Kokon ein. Als Puppe tun sie gar nichts, auch das Fressen stellen sie in dieser Zeit ein. In ihrem Innern allerdings geschieht etwas: Die Raupe verwandelt sich in den Schmetterling. Sobald die Verwandlung abgeschlossen ist, platzt der Kokon und der Schmetterling schlüpft. Nach einigen Stunden, in denen er seine Flügel mit Blut vollgepumpt hat und sein Körper fest geworden ist, kann er zum ersten Mal losfliegen.

Schwalbenschwanz Puppe

Die Puppe des Schwalbenschwanzes (Papilio machaon)
(Foto: Bernhard Henneck)

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Morgen, Kinder, wird’s was geben …

Bevor es endlich so weit ist, haben wir noch ein paar Informationen zu unserem Staunbaum-Projekt für euch. Ihr wisst ja schon, dass die Premiere morgen am Schloss auf der Insel Mainau stattfinden wird. Um 15 Uhr erfahrt ihr, wie unser Staunbaum – er ist übrigens eine Linde – aussieht und was die Tiere im Wald umtreibt. Eine Karte für die Premiere kostet 5 Euro, der Eintritt für die Insel ist darin enthalten. Vor dem Schloss wurde ein großes, wetterfestes Zelt aufgebaut, damit ihr vor Regen und Sonne geschützt seid.

Habt ihr schon mitbekommen, dass wir unseren Staunbaum-Malwettbewerb verlängert haben? Ihr könnt eure Bilder bis zum 8. Juli an die Konstanzer Puppenbühne schicken. Es sind schon einige tolle Kunstwerke eingegangen und wir sind sehr gespannt, was euch noch zu unserem Staunbaum einfallen wird. Das Mitmachen lohnt sich: Die Siegerinnen und Sieger bekommen tolle Preise. Auf euch warten eine Familienjahreskarte für die Insel Mainau, eine Aufführung für euren Kindergarten oder eure Grundschule, Bücherpreise vom Bücherschiff Konstanz, ein Kreativpaket von Kreativpoint Kornbeck und viele weitere tolle Gewinne.

Auf der Mainau gibt es viel zu entdecken: Zur Einstimmung auf euren Ausflug auf die Insel gibt es heute noch ein paar Eindrücke für euch. Wir freuen uns darauf, euch morgen zur Premiere begrüßen zu dürfen!

Im Garten für Alle auf der Insel Mainau kann man Pusteblumen fliegen lassen: in einer Ecke stehen sie dicht an dicht.

Diese Pusteblumen haben wir im Garten für Alle entdeckt
(Foto: Timo Henneck)

Diese und viele weitere farbenprächtige Blumen könnt ihr im Schmetterlingshaus bestaunen
(Foto: Timo Henneck)

Rote Blume Schmetterlingshaus Mainau

(Foto: Timo Henneck)

Schmetterling Mainau

Im Schmetterlingshaus flattern leuchtend bunte Schmetterlinge durch die Luft. Wenn ihr Glück habt, lässt sich einer auf eurer Hand nieder. Wartet, bis er seine Flügel aufklappt und euch sein buntes Muster zeigt.
(Foto: Timo Henneck)

Echse Mainau

Dieses gut getarnte Tierchen nimmt gerade ein Sonnenbad. Wenn ihr es auch einmal dabei beobachten wollt, müsst ihr euch auf den Weg zum Turm machen.
(Foto: Miriam Muschkowski)

Steineulen Mainau

Findet ihr heraus, wo dieses Pärchen steht?
(Foto: Timo Henneck)

Ein Schwan am Ufer der Insel Mainau

Wenn ihr den Einlass der Insel passiert habt, achtet nach der Brücke auf das Ufer rechts von euch. Wir haben dort diesen Schwan getroffen. Auch Enten fühlen sich dort wohl.
(Foto: Timo Henneck)

Hexenbaum Mainau

Tretet ein in die verwunschene Welt der Hexen und Zauberer …
(Foto: Timo Henneck)

Ästewald Mainau

Um diesen ungewöhnlich gewachsenen Baum zu entdecken, müsst ihr euch sehr aufmerksam umschauen, denn von außen ist er so nicht zu sehen …
(Foto: Miriam Muschkowski)

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Unsere Tiere stellen sich vor: der Fuchs

Rotfuchs (vulpes vulpes)
In der Tierfabel: Reineke Fuchs

Intelligenz

Dem Fuchs wird nachgesagt ein schlaues Kerlchen zu sein. Wie kommt er eigentlich zu diesem Ruf?

Der Fuchs ist tatsächlich ein intelligentes Tier: Er lernt schnell und nutzt sein Wissen für kluge Überlebensstrategien. Er kann sich ganz unterschiedlichen Bedingungen anpassen und ist damit nicht abhängig von einer bestimmten Lebensweise oder dem Nahrungsangebot  so sichert er sich einen weiträumigen Lebensraum und Schutz vor der Ausrottung. Dabei dringt er immer weiter in vom Menschen besiedelte Gebiete vor. Mit etwas Glück kann man in vielen Städten nachts neben einem Fuchs die Straße überqueren.

Die sprichwörtliche Schläue des Fuchses hat sich auch in unserem Sprachgebrauch niedergeschlagen. Wir kennen Begriffe und Wendungen wie ausgefuchst, schlau wie ein Fuchs/Schlaufuchs oder einfach Fuchs (Du Fuchs!), Sparfuchs. 

Staunbaum: unser Fuchs

Unser Fuchs ist natürlich auch ein schlaues Kerlchen

Merkmale

Der Fuchs ist ein Raubtier und wird den Hundeartigen zugeordnet, ist also ein Verwandter von Hund und Wolf. Äußerlich unterscheidet er sich von einem Hund durch seine kürzeren Beine und den längeren Körper und vor allem durch seinen langen, buschigen Schwanz. Sein Fell ist rotbraun, die Wangen, der Bauch, die Innenseite seiner Beine sowie die Schwanzspitze sind weiß abgesetzt. Der Fuchs hat große Ohren und eine spitze Schnauze mit einer schwarzen Nase.

Das wendige Tier ist ein guter Springer und ein schneller Läufer. Es lebt in weiten Teilen Europas, im Norden Afrikas, in Asien und in Nordamerika. Sogar in Australien ist der Fuchs anzutreffen, dorthin hat ihn allerdings der Mensch gebracht. Ihr habt ja schon gelesen, dass der Fuchs sehr anpassungsfähig ist, und wundert euch daher sicher nicht, wenn ich euch sage, dass er nicht nur im Wald, sondern auch an Küsten, Halbwüsten und im Hochgebirge zu Hause ist. In nördlichen Gefilden bis hinein in die Arktis lebt der Eisfuchs, in Nordafrika der Wüstenfuchs, und in den Steppen in Zentralasien ist der Steppenfuchs heimisch.

Nahrung

Was frisst so ein Fuchs eigentlich gerne? Ihr wisst ja schon, dass er nicht wählerisch ist. Tatsächlich frisst er so ziemlich alles: Mäuse, Wühlmäuse, Regenwürmer, Schnecken, Heuschrecken, andere Insekten, Vögel und Vogeleier, Eidechsen, Frösche, Früchte und Beeren, Schlachtabfälle und Aas. Und ja, es stimmt, was man in vielen Büchern liest: Der Fuchs mopst auch mal ein Huhn aus dem Hühnerstall.

Staunbaum: unsere Maus

Eines der Beutetiere des Fuchses ist die Maus. Unser Mäuschen hat von unserem Fuchs allerdings nichts zu befürchten.

Er selbst muss sich kaum fürchten. Seine früheren Feinde Wolf und Adler stellen kaum noch eine Bedrohung dar und die Fuchspelzjagd gehört der Vergangenheit an. In Gebieten, in denen Füchse aus anderen Gründen bejagt werden, muss er sich außerhalb der Schonzeit allerdings in Acht nehmen.

Verhalten

Anders als andere Hundeartige sind Füchse übrigens keine Rudeltiere, sondern Einzelgänger, die alleine leben und jagen. Dabei meiden sie das Tageslicht, erst mit der Dämmerung werden sie aktiv und stöbern mithilfe ihres Gehörs und des Geruchssinns ihre Beute auf. Ihre Tasthaare an der Schnauze und an den Pfoten leisten ihnen dabei ebenfalls gute Dienste.

Der Schlafplatz des Fuches ist sein unterirdischer Bau, der dank seines Höhlensystems viele Eingänge und Fluchtwege besitzt. Habt ihr gewusst, dass sich der Fuchs seinen Bau häufig mit anderen Tieren teilt?

In der Paarungszeit lebt der Fuchs für eine Weile mit der Füchsin, Fähe genannt, zusammen. Die Fähe bringt drei bis fünf Junge zur Welt, die von den Eltern gemeinsam aufgezogen werden.

Der Fuchs wird bis zu zwölf Jahre alt.

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