Beiträge mit dem Schlagwort: Tiere im Wald

Unsere Tiere stellen sich vor: der Rabe

Rabenvögel/Corvidae

Kraa, Kraa! So macht unser Rabe unterm Staunbaum. Er hat ein auffallend schwarzes Gefieder und einen großen, kräftigen Schnabel. Damit könnten wir ihn den Kolkraben zuordnen, auch Corvus corax genannt. Diese Art ist in Deutschland übrigens geschützt. Unter den Rabenvögeln gibt es verschiedene Arten, die sich deutlich voneinander unterscheiden. Das charakteristische schwarze Gefieder unseres Krax‘ zeichnet längst nicht alle Rabenarten aus: Manche sind grau, andere bunt oder schwarz-weiß.

Der Rabe in unserem Staunbaum will sich ein Nest bauen

Das ist nicht das übliche Material für den Nestbau. Äste, Lehm und Moos sind geeigneter.

Lebensraum und Gesang

Die Rabenvögel sind fast überall auf der Welt zu Hause, nur in der Antarktis trifft man sie nicht. Man unterscheidet sieben Gruppen: Häher, Elstern, Wüstenhäher, Tannenhäher, Alpenkrähen/Alpendohlen, afrikanische Piapias und Raben. So unterschiedlich die verschiedenen Arten sind (es gibt weltweit etwa 110), so unterschiedlich sind auch die Gebiete, in denen man sie antrifft. Rabenvögel leben in Gebirgen, an Felsküsten, in der Tundra, in Wäldern, Buschsteppen und Wüsten; in Moorlandschaften, an Waldrändern und Lichtungen, aber auch in Kulturlandschaften, Parks und Städten.

Unterscheiden kann man die verschiedenen Arten übrigens auch an ihrem Gesang: Die einen machen kraa wie unser Krax, von Rabenkrähen hört man hingegen auch mal konk und von Saatkrähen kroh. Dohlen machen kiack oder kja, und wenn ihr ga-hi oder rrätsch hört, lauscht ihr einem Eichelhäher. Elstern machen sich durch tscharrr-ackackack oder jäck-jäck bemerkbar.

Sozialverhalten, Nahrung und Fortpflanzung

Rabenvögel sind intelligente, soziale und gesellige Tiere. Habt ihr gewusst, dass sich Elstern im Spiegel erkennen können und sich Dohlen und Krähen ihr Mahl servieren, indem sie Kastanien aus der Höhe hinabfallen lassen, damit die Schale platzt und die Frucht freilegt? Ihre Intelligenz ermöglicht es den Vögeln, sich neue Nahrungsquellen zu erschließen und sich so an neue Lebensräume anzupassen. Manche Arten leben zu zweit als Pärchen, andere finden sich zu Gruppen oder Schwärmen zusammen.

Auf dem Speiseplan stehen im Sommer hauptsächlich Schnecken, Muscheln, Regenwürmer, Insekten und manchmal auch kleine Säugetiere, Vogeleier und Küken. Im Winter ist das Angebot mager, dann gibt es Beeren, Samen und Aas, für manche auch Eicheln und Bucheckern. So mancher klaut anderen Vögeln die erlegte Beute.

Elternpärchen bleiben dauerhaft zusammen und kümmern sich gemeinsam um den Nachwuchs. Vor der Fortpflanzung legen sie ein Nest an, in dem das Weibchen dann drei bis sechs Eier ausbrütet, während es vom Männchen mit Nahrung versorgt wird. Wenn die Jungen geschlüpft sind, füttern Mutter und Vater sie gemeinsam. Manche Arten brüten lieber in trauter Zweisamkeit hoch oben im Baum, andere legen ganze Kolonien an geschützten Orten an.

Die Lebenserwartung von Rabenvögeln liegt je nach Art zwischen fünfzehn und über zwanzig Jahren.

Wenn ihr mehr über die Lebensweise verschiedener Rabenvögel wissen wollt, könnt ihr hier mal vorbeischauen.

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Unsere Tiere stellen sich vor: die Waldmaus

Mus

Die Maus ist auf der ganzen Welt zu Hause und lebt schon lange in der Nähe des Menschen.  Das liegt daran, dass sie ein so genannter Kulturfolger ist. Das bedeutet, dass sie in der Nähe menschlicher Siedlungen gute Lebensbedingungen findet. Es gibt fast vierzig Mausarten, die wohl bekannteste ist die Hausmaus mit dem lustigen lateinischen Namen mus musculus. Unser Mäuschen ist im Wald zu Hause, sie ist also eine Waldmaus.

Unsere Maus aus dem Staunbaum

Auch unser Mäuschen hat große Augen und Ohren und feine Tasthaare an der Nase

Die Waldmaus ist etwa zehn Zentimeter lang und hat einen langen Schwanz, mit dem sie balancieren und sich festhalten kann. Die Waldmaus kann richtig gut klettern und springen! Weitere Kennzeichen der Waldmaus sind ihre langen Ohren, die großen Augen und die empfindsamen langen Tasthaare an der Nase. Ihr Näschen setzt sie für die Futtersuche ein; sie spürt damit Samen, Eicheln und Nüsse auf. Manchmal frisst sie auch Insekten, Spinnen oder Schnecken sowie Pilze, Früchte oder Beeren. Die Futtersuche bestimmt die meiste Zeit des Tages. Damit die Waldmaus auch bei Kälte immer gut versorgt ist, legt sie bei gutem Nahrungsangebot Vorratskammern in ihrem Bau an. Diesen gräbt sie entweder in die Erde oder sie baut sich ein Nest in Baumhöhlen oder Vogelnestern.

Die Waldmaus ist auch im Winter aktiv, dann sucht sie oft Unterschlupf in Häusern, denn dort ist es wärmer und sie findet meist genug zu essen. Im Sommer zieht es sie auf jeden Fall hinaus ins Freie.

Das Waldmausweibchen kann bereits im Alter von drei Monaten die ersten Jungen gebären. Diese frühe Fortpflanzung ist sinnvoll, denn in Freiheit werden Waldmäuse nicht sehr alt: nur ungefähr zwei Jahre.

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