Beiträge mit dem Schlagwort: Naturschutz

Was macht eigentlich der BUND? Teil 2

Heute könnt ihr den zweiten Teils unseres Interviews mit Christine Giele vom BUND Konstanz lesen – wir haben unter anderem über unseren Staunbaum gesprochen. Los geht’s:

Frau Giele, wie wichtig sind Projekte wie der Staunbaum für den Natur- und Umweltschutz?

Der Staunbaum ist eine sehr schöne Grundlage für ein nachhaltiges Bewusstsein in der Natur- und Umweltbildung: Das Projekt weckt in den kleinen Kindern die Begeisterung für die Natur. Mit dem Naturschutz kann man gar nicht früh genug anfangen, es ist wichtig, die Sinneswahrnehmungen schon im Vorschulalter zu pflegen. Das schafft das Projekt Staunbaum, und deshalb unterstützen die Mitglieder von der Wald-AG dieses Projekt. Besonders schön finde ich, dass der Staunbaum 2013 seine Premiere hatte, denn die Forstbranche in Deutschland feierte in diesem Jahr ein Jubiläum: 300 Jahre Nachhaltigkeit. Das passt ganz wunderbar.

Welche Möglichkeiten gibt es für Interessierte, den BUND zu unterstützen?

Wir suchen dringend Aktive, die sich beim BUND beteiligen. Wenn unsere älteren Mitglieder ausscheiden, brauchen wir Nachwuchs, damit wir unsere bestehenden Angebote aufrechterhalten können. Es gibt sehr viele Möglichkeiten, sich bei uns einzubringen: im Plenum, bei Kinoabenden zu Brennpunktthemen in Naturschutz-, Nachhaltigkeits- oder Umweltbildungsfilmen, in unserem Kräuterpark oder bei der Baum- und Streuobstwiesenpflege, beim Sonntagsdienst das Palmenhaus den Bürgern zu öffnen, bei der Pflege unserer Geräte und Werkzeuge, bei Ausstellungen für das Palmenhaus oder Infoständen zu Themen wie z. B. Energiewende oder Fracking … Bei unserem Urban-Gardening-Projekt freuen wir uns ebenfalls über weitere Unterstützung. Auch naturbegeisterte Helfer, die nicht Mitglied beim BUND werden wollen, sind uns herzlich willkommen. Wer uns und unsere Arbeit kennenlernen möchte, kann sich direkt an unsere Geschäftsführerin Antje Boll wenden, entweder telefonisch unter (07531) 1 51 64 oder via E-Mail: bund.konstanz@bund.net. Wir freuen uns über jede Anfrage.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Generell: dass der Einsatz für den Natur- und Umweltschutz mit Kindern und Jugendlichen (und allen anderen) immer weitergeht. Viele gemeinschaftliche Zeiten in der Natur, eine friedliche Zusammenarbeit für ihren Erhalt in sinnstiftender Freude. Wir wünschen uns, dass wir weiterhin Menschen für die Natur begeistern können und dass sie sich dort wohlfühlen, denn: „Wer die Natur liebt, der schützt sie auch.“

Vielen Dank, Frau Giele.

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Was macht eigentlich der BUND? Teil 1

Der BUND ist ein Partner unseres Staunbaum-Projektes und war auch bei der Premiere im letzten Jahr dabei. Aber was genau macht der Verein eigentlich und was bedeutet es, sich dort zu engagieren? Wir haben bei Christine Giele von der Ortsgruppe Konstanz nachgefragt. Hier kommt Teil 1 unseres Interviews.

Liebe Frau Giele, wir freuen uns, dass Sie uns etwas über die Arbeit des BUND in Konstanz erzählen. Beschreiben Sie als Erstes bitte kurz, was der BUND eigentlich ist und welche Aufgaben Sie dort übernehmen.

Der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland e. V., kurz BUND, setzt sich für den Schutz und Erhalt von Natur und Umwelt ein. Ich gehöre zur Ortsgruppe Konstanz, dort bin ich als Beisitzerin im Vorstand. Mein Ressort ist die Kinder- und Jugendarbeit und ich bin Leiterin der Wald-AG.

 Was genau macht der Arbeitskreis Wald?

Wir bringen Kindern die Natur näher, begeistern Sie für Ihre Umwelt, führen spannende Projekte mit Ihnen durch … Dafür gibt es bei uns verschiedene Programme für Grundschulkinder und Jugendliche, die dem Alter der Kinder entsprechend gestaltet sind. Wir machen zum Beispiel Öffentlichkeitsarbeit für den Lorettowald und setzen uns dafür ein, dass er gepflegt und zur Naherholung als „grüne Lunge“ von Konstanz erhalten wird. Es ist uns ein großes Anliegen, dass dieser Wald als nachhaltiger Wald erhalten bleibt. Mit unseren Naturkindergruppen pflegen wir zum Beispiel die Eichen, die wir gemeinsam mit den Kindern vor ein paar Jahren dort unter Anleitung des Försters gepflanzt haben.

 Was motiviert Sie persönlich für Ihre Arbeit?

Das Tollste ist für mich die Arbeit mit den Kindern; zu sehen, wie sie die Natur um sich herum entdecken und sich für Sie begeistern. Ich gehe gerne praktisch an die Dinge heran, nehme offen Kontakt mit Kindern und Jugendlichen auf und stärke Sie für Ihren Weg mit der Natur.
Besonders gerne rufe ich Alt-Jung-Projekte ins Leben, bei denen Kinder und ältere Menschen zusammenkommen. Ich bin selbst Großmutter und kann Kindern durch meine Erfahrung vieles von der Welt eröffnen. Meine Familie hat mich hier sehr geprägt: Mein Vater war Förster und meine Großmutter hat mich in die Welt der Kräuter eingeführt, als ich selbst ein Kind war. Meine positiven Erfahrungen mit der Natur möchte ich an die Kinder von heute weitergeben; ich möchte die Freude an der Natur bewahren, sie als Rückzugsort erhalten. Es ist wichtig, dass Kinder die Freiräume nutzen können, die ihnen die Natur, vor allem der Wald, bietet. Das ist ein Stück Lebensqualität, und dafür setze ich mich ein.

Welches sind Ihre schönsten Erlebnisse und Erfolge? Und: Haben Sie auch mit besonderen Herausforderungen oder Schwierigkeiten zu kämpfen?

Die schönsten Erlebnisse sind die mit den Kindern. Wenn ich merke, dass sie Freude an unseren Projekten haben und kleine Entdeckungen in der Natur machen. Für mich ist es ein ganz besonderer Moment, wenn ich von einem der Kinder ein Geschenk bekomme, das es bei einem Streifzug durch den Wald gefunden hat. Ich finde es schön, wenn ich als Vorbild fungieren und den Kindern über die Erlebnisse in der Natur ein Gefühl für Gemeinschaft und Mitmenschlichkeit über die Wertschätzung von Natur als „Heimat“ vermitteln kann. Kinder profitieren sehr von einer Hinführung an die Natur, wir machen hier zum Beispiel bei der Integration von Kindern mit Migrationshintergrund sehr gute Erfahrungen. Natur ist von sich aus, nonverbal, mit allen Sinnen entdeck- und erfahrbar, eine interkulturelle Welt. Diese kleinen und großen Erfolge machen meine Arbeit aus.
Der Palmenhauspark, in dem unsere Geschäftsstelle des BUND integriert ist, ist eine große Herausforderung; bei diesem grünen Areal den Wünschen und Bedürfnissen der Bürger dieses Stadtteils Genüge zu tun. Uns liegt sehr viel daran, Brücken zu bauen und gemeinsam sinnvolle Lösungen für Menschen und Natur durch gute, bürgerbeteiligte Planung und sinnvolle Nutzung zu finden.

Im zweiten Teil des Gesprächs erfahrt ihr, wie Frau Giele unseren Staunbaum findet und welche Möglichkeiten es gibt, den BUND zu unterstützen.

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Unsere Tiere stellen sich vor: der Schmetterling

Der Schmetterling in unserem Staunbaum

Hier fliegt unser Schmetterling um den Staunbaum
(Foto: Oliver Hanser)

Einen Schmetterling hat sicher jeder von euch schon mal gesehen. Die schmalen Tierchen mit den großen Flügeln gehören zur Gruppe der Insekten und flattern auch in Deutschland zahlreich durch die Lüfte. Viele von ihnen sind wunderbar bunt. Ihre Farbenpracht verdanken sie den so genannten Farbschuppen, durch die tolle Muster auf den Flügeln entstehen. Weitere Merkmale des Schmetterlings sind seine Facettenaugen, die aus vielen, vielen kleinen Linsen zusammengesetzt sind, und die langen Fühler. Kopf und Körper sind im Vergleich zu den Flügeln recht klein.

Weinschwaermer

Auf diesem Bild erkennt ihr die Facettenaugen und die langen Fühler des Weinschwärmers. Die vorderen Beine verwendet der Schmetterling als Bürste, mit der er sich nach dem Essen reinigen kann.
(Foto: Bernhard Henneck)

Schmetterlinge leben dort, wo Pflanzen wachsen, und sie fühlen sich fast überall auf der Welt wohl. Wenn ihr auf Wiesen und Feldern, an Büschen und im Wald sowie drumherum aufmerksam Ausschau haltet, entdeckt ihr sicher einige der hübschen Tierchen. Es gibt übrigens rund 150 000 Arten, auch (Nacht-)Falter, Schwärmer, Spanner, Spinner und Motten gehören dazu. Manche Schmetterlinge haben sehr interessante Namen, sie heißen zum Beispiel Eulen, Bären, Ordensbänder, Hausmutter, Admiral, Schachbrettfalter oder Bananenfalter. Ihren Namen verdanken diese Exemplare häufig der Zeichnung auf ihren Flügeln: Das an ein Eulenauge erinnernde Muster des Eulenfalters zum Beispiel schreckt Vögel ab und bewahrt ihn so davor, gefressen zu werden. Manche Schmetterlinge stellen in ihrem Körper Gift her, damit sie für Fressfeinde als Beute nicht infrage kommen.

Schwalbenschwanz

Auch der Schwalbenschwanz hat ein interessantes Muster auf seinen Flügeln
(Foto: Bernhard Henneck)

Der Schmetterling selbst sucht sich seine Nahrung in den Blumen. Mit seinem langen Rüssel saugt er den Nektar aus der Blüte. Wann er das tut, hängt davon ab, welcher Art er angehört. Manche suchen bevorzugt in der Dämmerung, andere gehen erst tagsüber oder sogar in der Nacht auf die Suche. Man unterscheidet deshalb zwischen Tag- und Nachtfaltern. Durch ihre Nahrungssuche tragen die Schmetterlinge zur Fortpflanzung der Blumen bei, weil sie Blütenstaub von Blume zu Blume tragen. Manche Schmetterlinge ernähren sich von Schweiß oder Blut, andere trinken den gärenden Saft aus Bananen. So kam der Bananenfalter zu seinem Namen. Es gibt sogar Schmetterlinge, die überhaupt nicht fressen, weil sie nur sehr kurze Zeit leben.

Schmetterling Admiral

Hier seht ihr einen Admiral an einer Distel
(Foto: Bernhard Henneck)

Wenn wir in unserem Garten einen schönen Schmetterling bewundern, hat er zuvor bereits mehrere Stadien durchlaufen und ist von der Raupe zur Puppe geworden, aus der er anschließend geschlüpft ist. Aber fangen wir von vorne an: Alles beginnt bei der Paarung. Nachdem diese vollzogen wurde, legt das Weibchen Eier ab, aus denen Larven schlüpfen. Das sind die Raupen. Diese kleinen Tierchen sind überaus gefräßig und legen in kurzer Zeit ordentlich an Gewicht zu.

Schwalbenschwanz Raupe

Die Raupe des Schwalbenschwanzes (Papilio machaon) ist selbst recht interessant gemustert
(Foto: Bernhard Henneck)

Tagpfauenauge Raupe

Bei der Raupe des Tagpfauenauges (Nymphalis io) heben sich die orangenen Stummelbeine auffällig von ihrem schwarzen Körper ab
(Foto: Bernhard Henneck)

Bevor aus ihnen ein Schmetterling wird, müssen sie sich verpuppen. Dazu spinnen sie sich mithilfe eines langen Fadens aus ihrem Körper in einen Kokon ein. Als Puppe tun sie gar nichts, auch das Fressen stellen sie in dieser Zeit ein. In ihrem Innern allerdings geschieht etwas: Die Raupe verwandelt sich in den Schmetterling. Sobald die Verwandlung abgeschlossen ist, platzt der Kokon und der Schmetterling schlüpft. Nach einigen Stunden, in denen er seine Flügel mit Blut vollgepumpt hat und sein Körper fest geworden ist, kann er zum ersten Mal losfliegen.

Schwalbenschwanz Puppe

Die Puppe des Schwalbenschwanzes (Papilio machaon)
(Foto: Bernhard Henneck)

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Morgen, Kinder, wird’s was geben …

Bevor es endlich so weit ist, haben wir noch ein paar Informationen zu unserem Staunbaum-Projekt für euch. Ihr wisst ja schon, dass die Premiere morgen am Schloss auf der Insel Mainau stattfinden wird. Um 15 Uhr erfahrt ihr, wie unser Staunbaum – er ist übrigens eine Linde – aussieht und was die Tiere im Wald umtreibt. Eine Karte für die Premiere kostet 5 Euro, der Eintritt für die Insel ist darin enthalten. Vor dem Schloss wurde ein großes, wetterfestes Zelt aufgebaut, damit ihr vor Regen und Sonne geschützt seid.

Habt ihr schon mitbekommen, dass wir unseren Staunbaum-Malwettbewerb verlängert haben? Ihr könnt eure Bilder bis zum 8. Juli an die Konstanzer Puppenbühne schicken. Es sind schon einige tolle Kunstwerke eingegangen und wir sind sehr gespannt, was euch noch zu unserem Staunbaum einfallen wird. Das Mitmachen lohnt sich: Die Siegerinnen und Sieger bekommen tolle Preise. Auf euch warten eine Familienjahreskarte für die Insel Mainau, eine Aufführung für euren Kindergarten oder eure Grundschule, Bücherpreise vom Bücherschiff Konstanz, ein Kreativpaket von Kreativpoint Kornbeck und viele weitere tolle Gewinne.

Auf der Mainau gibt es viel zu entdecken: Zur Einstimmung auf euren Ausflug auf die Insel gibt es heute noch ein paar Eindrücke für euch. Wir freuen uns darauf, euch morgen zur Premiere begrüßen zu dürfen!

Im Garten für Alle auf der Insel Mainau kann man Pusteblumen fliegen lassen: in einer Ecke stehen sie dicht an dicht.

Diese Pusteblumen haben wir im Garten für Alle entdeckt
(Foto: Timo Henneck)

Diese und viele weitere farbenprächtige Blumen könnt ihr im Schmetterlingshaus bestaunen
(Foto: Timo Henneck)

Rote Blume Schmetterlingshaus Mainau

(Foto: Timo Henneck)

Schmetterling Mainau

Im Schmetterlingshaus flattern leuchtend bunte Schmetterlinge durch die Luft. Wenn ihr Glück habt, lässt sich einer auf eurer Hand nieder. Wartet, bis er seine Flügel aufklappt und euch sein buntes Muster zeigt.
(Foto: Timo Henneck)

Echse Mainau

Dieses gut getarnte Tierchen nimmt gerade ein Sonnenbad. Wenn ihr es auch einmal dabei beobachten wollt, müsst ihr euch auf den Weg zum Turm machen.
(Foto: Miriam Muschkowski)

Steineulen Mainau

Findet ihr heraus, wo dieses Pärchen steht?
(Foto: Timo Henneck)

Ein Schwan am Ufer der Insel Mainau

Wenn ihr den Einlass der Insel passiert habt, achtet nach der Brücke auf das Ufer rechts von euch. Wir haben dort diesen Schwan getroffen. Auch Enten fühlen sich dort wohl.
(Foto: Timo Henneck)

Hexenbaum Mainau

Tretet ein in die verwunschene Welt der Hexen und Zauberer …
(Foto: Timo Henneck)

Ästewald Mainau

Um diesen ungewöhnlich gewachsenen Baum zu entdecken, müsst ihr euch sehr aufmerksam umschauen, denn von außen ist er so nicht zu sehen …
(Foto: Miriam Muschkowski)

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Unsere Tiere stellen sich vor: der Fuchs

Rotfuchs (vulpes vulpes)
In der Tierfabel: Reineke Fuchs

Intelligenz

Dem Fuchs wird nachgesagt ein schlaues Kerlchen zu sein. Wie kommt er eigentlich zu diesem Ruf?

Der Fuchs ist tatsächlich ein intelligentes Tier: Er lernt schnell und nutzt sein Wissen für kluge Überlebensstrategien. Er kann sich ganz unterschiedlichen Bedingungen anpassen und ist damit nicht abhängig von einer bestimmten Lebensweise oder dem Nahrungsangebot  so sichert er sich einen weiträumigen Lebensraum und Schutz vor der Ausrottung. Dabei dringt er immer weiter in vom Menschen besiedelte Gebiete vor. Mit etwas Glück kann man in vielen Städten nachts neben einem Fuchs die Straße überqueren.

Die sprichwörtliche Schläue des Fuchses hat sich auch in unserem Sprachgebrauch niedergeschlagen. Wir kennen Begriffe und Wendungen wie ausgefuchst, schlau wie ein Fuchs/Schlaufuchs oder einfach Fuchs (Du Fuchs!), Sparfuchs. 

Staunbaum: unser Fuchs

Unser Fuchs ist natürlich auch ein schlaues Kerlchen

Merkmale

Der Fuchs ist ein Raubtier und wird den Hundeartigen zugeordnet, ist also ein Verwandter von Hund und Wolf. Äußerlich unterscheidet er sich von einem Hund durch seine kürzeren Beine und den längeren Körper und vor allem durch seinen langen, buschigen Schwanz. Sein Fell ist rotbraun, die Wangen, der Bauch, die Innenseite seiner Beine sowie die Schwanzspitze sind weiß abgesetzt. Der Fuchs hat große Ohren und eine spitze Schnauze mit einer schwarzen Nase.

Das wendige Tier ist ein guter Springer und ein schneller Läufer. Es lebt in weiten Teilen Europas, im Norden Afrikas, in Asien und in Nordamerika. Sogar in Australien ist der Fuchs anzutreffen, dorthin hat ihn allerdings der Mensch gebracht. Ihr habt ja schon gelesen, dass der Fuchs sehr anpassungsfähig ist, und wundert euch daher sicher nicht, wenn ich euch sage, dass er nicht nur im Wald, sondern auch an Küsten, Halbwüsten und im Hochgebirge zu Hause ist. In nördlichen Gefilden bis hinein in die Arktis lebt der Eisfuchs, in Nordafrika der Wüstenfuchs, und in den Steppen in Zentralasien ist der Steppenfuchs heimisch.

Nahrung

Was frisst so ein Fuchs eigentlich gerne? Ihr wisst ja schon, dass er nicht wählerisch ist. Tatsächlich frisst er so ziemlich alles: Mäuse, Wühlmäuse, Regenwürmer, Schnecken, Heuschrecken, andere Insekten, Vögel und Vogeleier, Eidechsen, Frösche, Früchte und Beeren, Schlachtabfälle und Aas. Und ja, es stimmt, was man in vielen Büchern liest: Der Fuchs mopst auch mal ein Huhn aus dem Hühnerstall.

Staunbaum: unsere Maus

Eines der Beutetiere des Fuchses ist die Maus. Unser Mäuschen hat von unserem Fuchs allerdings nichts zu befürchten.

Er selbst muss sich kaum fürchten. Seine früheren Feinde Wolf und Adler stellen kaum noch eine Bedrohung dar und die Fuchspelzjagd gehört der Vergangenheit an. In Gebieten, in denen Füchse aus anderen Gründen bejagt werden, muss er sich außerhalb der Schonzeit allerdings in Acht nehmen.

Verhalten

Anders als andere Hundeartige sind Füchse übrigens keine Rudeltiere, sondern Einzelgänger, die alleine leben und jagen. Dabei meiden sie das Tageslicht, erst mit der Dämmerung werden sie aktiv und stöbern mithilfe ihres Gehörs und des Geruchssinns ihre Beute auf. Ihre Tasthaare an der Schnauze und an den Pfoten leisten ihnen dabei ebenfalls gute Dienste.

Der Schlafplatz des Fuches ist sein unterirdischer Bau, der dank seines Höhlensystems viele Eingänge und Fluchtwege besitzt. Habt ihr gewusst, dass sich der Fuchs seinen Bau häufig mit anderen Tieren teilt?

In der Paarungszeit lebt der Fuchs für eine Weile mit der Füchsin, Fähe genannt, zusammen. Die Fähe bringt drei bis fünf Junge zur Welt, die von den Eltern gemeinsam aufgezogen werden.

Der Fuchs wird bis zu zwölf Jahre alt.

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