Beiträge mit dem Schlagwort: Leben im Wald

Neues vom Staunbaum

Wir sind wieder da! Die Waldtiere rund um unseren Staunbaum haben eine Weile Pause gemacht, denn bei der Konstanzer Puppenbühne hat sich viel getan, vor allem bei unserem Projekt „Pfoten weg!“: Die Katzenkinder gibt es jetzt auch als Fotobilderbuch.

Am 19. Oktober gibt es nun ein Wiedersehen mit dem Raben, dem Wildschwein, der Maus und den anderen Tieren des Staunbaums: Sie treten im Konstanzer Kulturzentrum am Münster auf und erzählen unterhaltsam und kindgerecht, wie ihr Leben im Wald aussieht und warum dieser Lebensraum schützenswert ist. Nach der Aufführung dürfen die kleinen Besucher selbst erleben, wie es sich anfühlt, etwas wachsen zu lassen: Gemeinsam pflanzen sie kleine Staunbäumchen. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen unter der Linde!

19. Oktober 2014
15.00 Uhr

Kulturzentrum am Münster
Konstanz

Staunbaum in Konstanz

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Unsere Tiere stellen sich vor: die Waldmaus

Mus

Die Maus ist auf der ganzen Welt zu Hause und lebt schon lange in der Nähe des Menschen.  Das liegt daran, dass sie ein so genannter Kulturfolger ist. Das bedeutet, dass sie in der Nähe menschlicher Siedlungen gute Lebensbedingungen findet. Es gibt fast vierzig Mausarten, die wohl bekannteste ist die Hausmaus mit dem lustigen lateinischen Namen mus musculus. Unser Mäuschen ist im Wald zu Hause, sie ist also eine Waldmaus.

Unsere Maus aus dem Staunbaum

Auch unser Mäuschen hat große Augen und Ohren und feine Tasthaare an der Nase

Die Waldmaus ist etwa zehn Zentimeter lang und hat einen langen Schwanz, mit dem sie balancieren und sich festhalten kann. Die Waldmaus kann richtig gut klettern und springen! Weitere Kennzeichen der Waldmaus sind ihre langen Ohren, die großen Augen und die empfindsamen langen Tasthaare an der Nase. Ihr Näschen setzt sie für die Futtersuche ein; sie spürt damit Samen, Eicheln und Nüsse auf. Manchmal frisst sie auch Insekten, Spinnen oder Schnecken sowie Pilze, Früchte oder Beeren. Die Futtersuche bestimmt die meiste Zeit des Tages. Damit die Waldmaus auch bei Kälte immer gut versorgt ist, legt sie bei gutem Nahrungsangebot Vorratskammern in ihrem Bau an. Diesen gräbt sie entweder in die Erde oder sie baut sich ein Nest in Baumhöhlen oder Vogelnestern.

Die Waldmaus ist auch im Winter aktiv, dann sucht sie oft Unterschlupf in Häusern, denn dort ist es wärmer und sie findet meist genug zu essen. Im Sommer zieht es sie auf jeden Fall hinaus ins Freie.

Das Waldmausweibchen kann bereits im Alter von drei Monaten die ersten Jungen gebären. Diese frühe Fortpflanzung ist sinnvoll, denn in Freiheit werden Waldmäuse nicht sehr alt: nur ungefähr zwei Jahre.

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Unsere Tiere stellen sich vor: der Schmetterling

Der Schmetterling in unserem Staunbaum

Hier fliegt unser Schmetterling um den Staunbaum
(Foto: Oliver Hanser)

Einen Schmetterling hat sicher jeder von euch schon mal gesehen. Die schmalen Tierchen mit den großen Flügeln gehören zur Gruppe der Insekten und flattern auch in Deutschland zahlreich durch die Lüfte. Viele von ihnen sind wunderbar bunt. Ihre Farbenpracht verdanken sie den so genannten Farbschuppen, durch die tolle Muster auf den Flügeln entstehen. Weitere Merkmale des Schmetterlings sind seine Facettenaugen, die aus vielen, vielen kleinen Linsen zusammengesetzt sind, und die langen Fühler. Kopf und Körper sind im Vergleich zu den Flügeln recht klein.

Weinschwaermer

Auf diesem Bild erkennt ihr die Facettenaugen und die langen Fühler des Weinschwärmers. Die vorderen Beine verwendet der Schmetterling als Bürste, mit der er sich nach dem Essen reinigen kann.
(Foto: Bernhard Henneck)

Schmetterlinge leben dort, wo Pflanzen wachsen, und sie fühlen sich fast überall auf der Welt wohl. Wenn ihr auf Wiesen und Feldern, an Büschen und im Wald sowie drumherum aufmerksam Ausschau haltet, entdeckt ihr sicher einige der hübschen Tierchen. Es gibt übrigens rund 150 000 Arten, auch (Nacht-)Falter, Schwärmer, Spanner, Spinner und Motten gehören dazu. Manche Schmetterlinge haben sehr interessante Namen, sie heißen zum Beispiel Eulen, Bären, Ordensbänder, Hausmutter, Admiral, Schachbrettfalter oder Bananenfalter. Ihren Namen verdanken diese Exemplare häufig der Zeichnung auf ihren Flügeln: Das an ein Eulenauge erinnernde Muster des Eulenfalters zum Beispiel schreckt Vögel ab und bewahrt ihn so davor, gefressen zu werden. Manche Schmetterlinge stellen in ihrem Körper Gift her, damit sie für Fressfeinde als Beute nicht infrage kommen.

Schwalbenschwanz

Auch der Schwalbenschwanz hat ein interessantes Muster auf seinen Flügeln
(Foto: Bernhard Henneck)

Der Schmetterling selbst sucht sich seine Nahrung in den Blumen. Mit seinem langen Rüssel saugt er den Nektar aus der Blüte. Wann er das tut, hängt davon ab, welcher Art er angehört. Manche suchen bevorzugt in der Dämmerung, andere gehen erst tagsüber oder sogar in der Nacht auf die Suche. Man unterscheidet deshalb zwischen Tag- und Nachtfaltern. Durch ihre Nahrungssuche tragen die Schmetterlinge zur Fortpflanzung der Blumen bei, weil sie Blütenstaub von Blume zu Blume tragen. Manche Schmetterlinge ernähren sich von Schweiß oder Blut, andere trinken den gärenden Saft aus Bananen. So kam der Bananenfalter zu seinem Namen. Es gibt sogar Schmetterlinge, die überhaupt nicht fressen, weil sie nur sehr kurze Zeit leben.

Schmetterling Admiral

Hier seht ihr einen Admiral an einer Distel
(Foto: Bernhard Henneck)

Wenn wir in unserem Garten einen schönen Schmetterling bewundern, hat er zuvor bereits mehrere Stadien durchlaufen und ist von der Raupe zur Puppe geworden, aus der er anschließend geschlüpft ist. Aber fangen wir von vorne an: Alles beginnt bei der Paarung. Nachdem diese vollzogen wurde, legt das Weibchen Eier ab, aus denen Larven schlüpfen. Das sind die Raupen. Diese kleinen Tierchen sind überaus gefräßig und legen in kurzer Zeit ordentlich an Gewicht zu.

Schwalbenschwanz Raupe

Die Raupe des Schwalbenschwanzes (Papilio machaon) ist selbst recht interessant gemustert
(Foto: Bernhard Henneck)

Tagpfauenauge Raupe

Bei der Raupe des Tagpfauenauges (Nymphalis io) heben sich die orangenen Stummelbeine auffällig von ihrem schwarzen Körper ab
(Foto: Bernhard Henneck)

Bevor aus ihnen ein Schmetterling wird, müssen sie sich verpuppen. Dazu spinnen sie sich mithilfe eines langen Fadens aus ihrem Körper in einen Kokon ein. Als Puppe tun sie gar nichts, auch das Fressen stellen sie in dieser Zeit ein. In ihrem Innern allerdings geschieht etwas: Die Raupe verwandelt sich in den Schmetterling. Sobald die Verwandlung abgeschlossen ist, platzt der Kokon und der Schmetterling schlüpft. Nach einigen Stunden, in denen er seine Flügel mit Blut vollgepumpt hat und sein Körper fest geworden ist, kann er zum ersten Mal losfliegen.

Schwalbenschwanz Puppe

Die Puppe des Schwalbenschwanzes (Papilio machaon)
(Foto: Bernhard Henneck)

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Unsere Tiere stellen sich vor: das Eichhörnchen

Sciurus vulgaris, Rothörnchen

Das Eichhörnchen gehört zu den Hörnchen, einer großen Familie der Nagetiere. Man unterscheidet bei den Hörnchen zwischen Baumbewohnern, Erdhörnchen und Flughörnchen. Vielleicht habt ihr schon mal die Bezeichnung Baumhase für das Eichhörnchen gehört? Die kommt nicht von ungefähr, denn dieses Tier ist ein flinker Kletterer, der sich in Windeseile in den Bäumen bewegt.

Staunbaum Eichhoernchen

Auch unser Eichhörnchen ist ein echter Rotschopf

Ein auffälliges Merkmal des possierlichen Tierchens ist sein großer buschiger Schwanz. Der ist übrigens beinahe so lang wie sein Körper und sehr nützlich: Das Eichhörnchen hält mit dem Schwanz das Gleichgewicht und verwendet ihn bei seinen Sprüngen von Baum zu Baum als Steuer. Im Winter ist er eine kuschlige Decke. Hilfreich sind auch die Tasthaare an Kopf und Körper, die wie feine Messfühler funktionieren: Das Eichhörnchen spürt mit ihnen seine Umgebung und hält Abstand, wo es nötig ist.

Insgesamt bringt es das Eichhörnchen auf eine Körperlänge von bis zu 25 Zentimetern, dabei wiegt es nicht mehr als 500 Gramm. Sein Fell ist meistens rot, Bauch und Brust sind weiß. Es ist tagaktiv, zum Schlafen zieht es sich nachts in sein Nest, den sogenannten Kobel, zurück.

Eichhörnchen leben im Wald und sind fast überall in Europa und Asien zu Hause. Sie mögen vor allem Nadelwälder, leben bei gutem Futterangebot aber auch in jedem anderen Waldgebiet oder in Parkanlagen. Dort sind die Tiere oft so an Menschen gewöhnt, dass sie sich gerne von ihnen mit Nüssen für ihren Wintervorrat versorgen lassen. Wie ihr auf den Bildern sehen könnt, holen sich die zutraulichen Kerlchen die Nüsse direkt aus der Hand. So manches Eichhörnchen spart sich so vor dem Winter eine Menge Sucherei.

Eichhörnchen füttern

Hmmm, mal schnuppern …
Bild: Timo Henneck

Eichhörnchen füttern Königsfeld

Dieses Eichhörnchen hat keine Scheu, sich an der Hand eines Menschen festzuhalten, schließlich gibt es hier eine Nuss zu holen!
Bild: Timo Henneck

So ein Ausflug in einen Eichhörnchenwald ist ein tolles Erlebnis. Wenn ihr das auch mal erleben möchtet, solltet ihr versuchen an einem ruhigen Tag in den Wald zu gehen, dann habt ihr bessere Chancen auf viele nette Begegnungen mit den Tierchen. Achtet darauf, nicht zu viel Lärm zu machen, damit ihr sie nicht erschreckt.

Neben Nüssen fressen Eichhörnchen auch Baumsamen, Triebe, Beeren, Obst, Knospen und Pilze. Außerdem stehen Vogeleier, Jungtiere, Insekten und Schnecken auf ihrem Speiseplan. Ihren Wintervorrat, der hauptsächlich aus Nüssen und Eicheln besteht, vergraben sie entweder in der Erde oder sie verstecken ihn in Baumlöchern- oder ritzen. Weil die Tiere ziemlich vergesslich sind, werden im Winter nicht alle Vorratslager geleert. Die versteckten Samen keimen im folgenden Frühjahr und es entstehen neue Bäume und Sträucher.

So ein Eichhörnchen kann übrigens ziemlich alt werden: bis zu zwölf Jahre. Die meisten erreichen dieses Alter in ihrer natürlichen Umgebung aber nicht, denn das Eichhörnchen hat auch Feinde: es muss sich vor Greifvögeln, Baummardern und Zobeln in Acht nehmen.

Die Fortpflanzung findet bei den Eichhörnchen witterungsabhängig in der späten Winterzeit oder während des Frühjahrs und Sommers statt. Während der Paarungszeit jagt das Männchen das Weibchen kreuz und quer durch den Wald, bevor es zur Paarung kommt. Nach der Tragezeit (38 Tage) bringt das Weibchen drei bis fünf Junge zur Welt, die blind und nackt sind und im Nest gesäugt werden. Nach neun Wochen sind die Nesthocker bereit das Nest zu verlassen.

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Unsere Tiere stellen sich vor: die Spinne

Weiter geht’s in unserer Reihe mit der Spinne. Das Exemplar in unserem Stück stellt sich im Folgenden selbst näher vor.

„Ich bin die Spinne und gehöre zur Ordnung der Spinnentiere (Arachnida). Bei vielen Menschen bin ich sehr unbeliebt. Anders als gemeine Insekten habe ich wie alle Spinnentiere acht Beine und bin somit leicht als Spinne zu identifizieren. Manche von uns Spinnen sind behaart (zum Beispiel die Vogelspinne), andere haben ein schönes Muster – ich als Kreuzspinne etwa habe ein Kreuz auf dem Rücken.

Unsere Spinne

Unsere Spinne

Die größte Klasse unter uns bilden die Webspinnen (Araneae) mit mehr als 40.000 Arten, zu denen auch ich gehöre. Wir sind diejenigen Spinnen, die die feinen Netze weben, in denen wir unsere Beute, fliegende Insekten, fangen. Ist uns ein Opfer ins Netz gegangen, ergreifen wir es mit unseren Kieferklauen und töten es mit unserem Gift. Dazu reicht ein einziger Biss.
Meine Freundinnen, die keine Netze bauen, sind entweder Jagdspinnen – zum Beispiel Springspinnen, die bis zu 30 Zentimeter weit springen können – oder Lauerjäger, die ihrem Opfer aus dem Hinterhalt auflauern und es zur Vorratshaltung zu einem Päckchen zusammenschnüren.

Für die Fortpflanzung bedienen wir Spinnen uns der verschiedensten Balzmethoden. Da gibt es das eingesponnene Insekt als Brautgeschenk, das das Listspinnenmännchen dem Weibchen anbietet, oder das Wolfsspinnenmännchen, das seine Auserwählte mit einem Tanz umwirbt; das Fettspinnenmännchen hingegen webt unterschiedliche Elemente ins Netz des Weibchens.
Ist es zu einer Befruchtung gekommen, legt das Weibchen bis zu 2000 Eier, die es in einen Eikokon einspinnt, um sie vor Feinden zu schützen. Bei der Geburt sind die Jungspinnen schon recht weit entwickelt; sie werden sich in ihrem Leben bis zu 20 Mal häuten.
Wie alt wir Spinnen werden, hängt davon ab, welcher Art wir angehören. Die kleinen heimischen Spinnen werden nicht älter als ein Jahr, eine Vogelspinne dagegen kann bis zu 27 Jahre alt werden.

Mehr Informationen zu meinen Artgenossen gibt es zum Beispiel hier und hier.“

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