Unsere Tiere stellen sich vor: die Waldmaus

Mus

Die Maus ist auf der ganzen Welt zu Hause und lebt schon lange in der Nähe des Menschen.  Das liegt daran, dass sie ein so genannter Kulturfolger ist. Das bedeutet, dass sie in der Nähe menschlicher Siedlungen gute Lebensbedingungen findet. Es gibt fast vierzig Mausarten, die wohl bekannteste ist die Hausmaus mit dem lustigen lateinischen Namen mus musculus. Unser Mäuschen ist im Wald zu Hause, sie ist also eine Waldmaus.

Unsere Maus aus dem Staunbaum

Auch unser Mäuschen hat große Augen und Ohren und feine Tasthaare an der Nase

Die Waldmaus ist etwa zehn Zentimeter lang und hat einen langen Schwanz, mit dem sie balancieren und sich festhalten kann. Die Waldmaus kann richtig gut klettern und springen! Weitere Kennzeichen der Waldmaus sind ihre langen Ohren, die großen Augen und die empfindsamen langen Tasthaare an der Nase. Ihr Näschen setzt sie für die Futtersuche ein; sie spürt damit Samen, Eicheln und Nüsse auf. Manchmal frisst sie auch Insekten, Spinnen oder Schnecken sowie Pilze, Früchte oder Beeren. Die Futtersuche bestimmt die meiste Zeit des Tages. Damit die Waldmaus auch bei Kälte immer gut versorgt ist, legt sie bei gutem Nahrungsangebot Vorratskammern in ihrem Bau an. Diesen gräbt sie entweder in die Erde oder sie baut sich ein Nest in Baumhöhlen oder Vogelnestern.

Die Waldmaus ist auch im Winter aktiv, dann sucht sie oft Unterschlupf in Häusern, denn dort ist es wärmer und sie findet meist genug zu essen. Im Sommer zieht es sie auf jeden Fall hinaus ins Freie.

Das Waldmausweibchen kann bereits im Alter von drei Monaten die ersten Jungen gebären. Diese frühe Fortpflanzung ist sinnvoll, denn in Freiheit werden Waldmäuse nicht sehr alt: nur ungefähr zwei Jahre.

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Nächster Halt: Hohentwiel-Festival

Unser Staunbaum kommt herum: Für ihren nächsten Auftritt reisen unsere Waldtiere zum Burgfest auf dem Hohentwiel in Singen. Am 21. Juli gibt es wieder spannende Geschichten und viel Wissenswertes rund um das Leben im Wald. Am Sonntagnachmittag um 13.45 Uhr geht’s los, der zweite Auftritt folgt um 16.30 Uhr.

Davor und danach gibt’s ein buntes Programm mit Kleinkunst und Musik; mit Feuer-, Tanz- und Zaubershows, Zirkuskunst, Kabarett und vielen, vielen weiteren spannenden Programmpunkten. Zahlreiche Bands unterhalten euch mit Country, Rock’n’Roll, A Capella … Für leckere Köstlichkeiten zwischendurch ist natürlich auch gesorgt. Das Burgfest findet an der Festungsruine statt, im Programmheft des Festivals findet ihr einen Lageplan und könnt euch eine Übersicht über das Gelände verschaffen. Das Fest beginnt um 10 Uhr und endet um 21 Uhr.

Den Festbändel bekommt ihr für 6 Euro, Kinder bis 14 Jahre, die in Begleitung ihrer Eltern kommen, zahlen keinen Eintritt. Im Preis für den Bändel ist auch der Shuttlebus auf den Hohentwiel einbegriffen.

Wir freuen uns darauf, euch im Publikum begrüßen zu dürfen.

Unser Staunbaum auf dem Hohentwiel-Festival
Sonntag, 21. Juli 2013
2 Vorstellungen:
13.45 Uhr und 16.30 Uhr

Als kleines Extra haben wir einen Einblick in 90 Stunden Programm für euch:

Burgfest Hohentwiel Ronaldo mit Seifenblasen

Rinaldo hat viele Talente: Hier verzaubert er das Publikum mit seiner Seifenblasenkunst.

Burgfest Hohentwiel It's Magic Kinderzaubershow

Magische Momente erlebt ihr bei der Kinderzaubershow zum Anschauen und Mitmachen. Euer Zauberer: Jürgen Metzger.

Burgfest Hohentwiel 2013 PasParTout

Ja, was sind das denn für Gestalten? Die Rattengang von PasParTout heizt euch ordentlich ein!

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Unsere Tiere stellen sich vor: der Schmetterling

Der Schmetterling in unserem Staunbaum

Hier fliegt unser Schmetterling um den Staunbaum
(Foto: Oliver Hanser)

Einen Schmetterling hat sicher jeder von euch schon mal gesehen. Die schmalen Tierchen mit den großen Flügeln gehören zur Gruppe der Insekten und flattern auch in Deutschland zahlreich durch die Lüfte. Viele von ihnen sind wunderbar bunt. Ihre Farbenpracht verdanken sie den so genannten Farbschuppen, durch die tolle Muster auf den Flügeln entstehen. Weitere Merkmale des Schmetterlings sind seine Facettenaugen, die aus vielen, vielen kleinen Linsen zusammengesetzt sind, und die langen Fühler. Kopf und Körper sind im Vergleich zu den Flügeln recht klein.

Weinschwaermer

Auf diesem Bild erkennt ihr die Facettenaugen und die langen Fühler des Weinschwärmers. Die vorderen Beine verwendet der Schmetterling als Bürste, mit der er sich nach dem Essen reinigen kann.
(Foto: Bernhard Henneck)

Schmetterlinge leben dort, wo Pflanzen wachsen, und sie fühlen sich fast überall auf der Welt wohl. Wenn ihr auf Wiesen und Feldern, an Büschen und im Wald sowie drumherum aufmerksam Ausschau haltet, entdeckt ihr sicher einige der hübschen Tierchen. Es gibt übrigens rund 150 000 Arten, auch (Nacht-)Falter, Schwärmer, Spanner, Spinner und Motten gehören dazu. Manche Schmetterlinge haben sehr interessante Namen, sie heißen zum Beispiel Eulen, Bären, Ordensbänder, Hausmutter, Admiral, Schachbrettfalter oder Bananenfalter. Ihren Namen verdanken diese Exemplare häufig der Zeichnung auf ihren Flügeln: Das an ein Eulenauge erinnernde Muster des Eulenfalters zum Beispiel schreckt Vögel ab und bewahrt ihn so davor, gefressen zu werden. Manche Schmetterlinge stellen in ihrem Körper Gift her, damit sie für Fressfeinde als Beute nicht infrage kommen.

Schwalbenschwanz

Auch der Schwalbenschwanz hat ein interessantes Muster auf seinen Flügeln
(Foto: Bernhard Henneck)

Der Schmetterling selbst sucht sich seine Nahrung in den Blumen. Mit seinem langen Rüssel saugt er den Nektar aus der Blüte. Wann er das tut, hängt davon ab, welcher Art er angehört. Manche suchen bevorzugt in der Dämmerung, andere gehen erst tagsüber oder sogar in der Nacht auf die Suche. Man unterscheidet deshalb zwischen Tag- und Nachtfaltern. Durch ihre Nahrungssuche tragen die Schmetterlinge zur Fortpflanzung der Blumen bei, weil sie Blütenstaub von Blume zu Blume tragen. Manche Schmetterlinge ernähren sich von Schweiß oder Blut, andere trinken den gärenden Saft aus Bananen. So kam der Bananenfalter zu seinem Namen. Es gibt sogar Schmetterlinge, die überhaupt nicht fressen, weil sie nur sehr kurze Zeit leben.

Schmetterling Admiral

Hier seht ihr einen Admiral an einer Distel
(Foto: Bernhard Henneck)

Wenn wir in unserem Garten einen schönen Schmetterling bewundern, hat er zuvor bereits mehrere Stadien durchlaufen und ist von der Raupe zur Puppe geworden, aus der er anschließend geschlüpft ist. Aber fangen wir von vorne an: Alles beginnt bei der Paarung. Nachdem diese vollzogen wurde, legt das Weibchen Eier ab, aus denen Larven schlüpfen. Das sind die Raupen. Diese kleinen Tierchen sind überaus gefräßig und legen in kurzer Zeit ordentlich an Gewicht zu.

Schwalbenschwanz Raupe

Die Raupe des Schwalbenschwanzes (Papilio machaon) ist selbst recht interessant gemustert
(Foto: Bernhard Henneck)

Tagpfauenauge Raupe

Bei der Raupe des Tagpfauenauges (Nymphalis io) heben sich die orangenen Stummelbeine auffällig von ihrem schwarzen Körper ab
(Foto: Bernhard Henneck)

Bevor aus ihnen ein Schmetterling wird, müssen sie sich verpuppen. Dazu spinnen sie sich mithilfe eines langen Fadens aus ihrem Körper in einen Kokon ein. Als Puppe tun sie gar nichts, auch das Fressen stellen sie in dieser Zeit ein. In ihrem Innern allerdings geschieht etwas: Die Raupe verwandelt sich in den Schmetterling. Sobald die Verwandlung abgeschlossen ist, platzt der Kokon und der Schmetterling schlüpft. Nach einigen Stunden, in denen er seine Flügel mit Blut vollgepumpt hat und sein Körper fest geworden ist, kann er zum ersten Mal losfliegen.

Schwalbenschwanz Puppe

Die Puppe des Schwalbenschwanzes (Papilio machaon)
(Foto: Bernhard Henneck)

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Mit dem Herzen lernen: die Premiere

Das Sprichwort hat sich bestätigt: Die kleinen Pannen bei der Vorpremiere haben uns am Sonntag eine wunderbare Premiere beschert. Über 180 kleine und große Gäste lauschten auf dem Schlossplatz der Mainau den Geschichten unserer Waldtiere. Die trafen sich wieder an unserem Staunbaum und erzählten munter aus ihrem Leben. Das waren natürlich keine langweiligen Biologievorträge: Mal reimend, mal lispelnd und mit Berliner Schnauze erklärten die Tiere, welche Bedingungen sie für ein artgerechtes Leben brauchen.

Nicht nur die Zuschauerkinder waren davon begeistert. Als unsere Schirmherrin Sandra Gräfin Bernadotte die Aufführung um 15 Uhr eröffnete, saßen viele erwachsene Gäste im Publikum. Für sie enthielt das Stück viele kleine Scherze, die auch Erwachsene unterhalten. Die Kinder waren mit Feuereifer bei der Sache. Sie stiegen sofort in die Geschichte ein, lachten viel und machten freudig mit.

Hier im Gespräch: das Wildschwein und der Rabe

Was sich Wildschwein und Rabe wohl zu erzählen hatten?

Besonders beliebt waren der lispelnde Fuchs, der charmant berlinerte, und das beeindruckend große Wildschwein. Dieses suchte erst schwerfällig grunzend die ganze Bühne nach Essbarem ab, seufzte dann mit tiefer Stimme „Hunger“ und rieb sich genüsslich an der Rinde der Linde. Erschöpft widmete es sich anschließend ganz seiner großen Leidenschaft: endlich wieder ausruhen und im Schlamm suhlen. Warum es so gerne Schlammbäder nimmt, wurde natürlich noch erklärt, und schließlich erfuhren die Kinder auch, welche Bedeutung dem Staunbaum zukommt.

Außerdem lernten sie, dass der Igel nachtaktiv ist. Er war völlig genervt von der Unruhe auf der Bühne, weil er sich tagsüber ausruhen muss, und hielt eine aufgeregte Rede über die Unzulässigkeit von Ruhestörungen. Als ihn der ach so schlaue Fuchs dann trotz lautstarker Warnungen der Kinder verspeisen wollte, fuhr er allerdings seine Stacheln aus, sodass der Fuchs lautstark jammernd ob der Schmerzen die Bühne verließ. Die Maus Mickey erschien erst, als sie ganz sicher war, dass das Wildschwein weg war, kommentierte mit piepsiger Stimmer in schwyzerdütschem Dialekt das Geschehen und begnügte sich damit, das zu essen, was das Wildschwein übriggelassen hatte: Sie verspeiste Würmer und Maden.

Die Kinder konnten ihren eigenen kleinen Staunbaum in ein Töpfchen pflanzen

Nach der Aufführung ging es ans Pflanzen.

Nach der Aufführung erhielten die Kinder Samen und pflanzten ihren eigenen kleinen Staunbaum in ein Töpfchen. Ein großes Dankeschön geht an dieser Stelle an das Garten-Center Spiegel in Konstanz, das uns die Töpfchen und die Erde zur Verfügung gestellt hat. Am Stand der Grünen Schule blickten die Kinder durch Mikroskope (so sieht ein Lindenblatt also von ganz Nahem betrachtet aus!), und wer wollte, konnte das Wildschwein, das Eichhörnchen oder die Maus Mickey streicheln. Da ließen sich die Kinder natürlich nicht lange bitten. Für unsere erwachsenen Besucher gab es Infostände von unseren Partnern BUND, PLENUM und Grüne Schule Mainau. Bevor es nach Hause ging, durfte jedes Kind noch einen leckeren Lindenblütentee mitnehmen (vielen Dank an Salus!).

Eine unserer Besucherinnen war übrigens Nese Erikli, Bundestagskandidatin und Vorstandsmitglied von Bündnis 90/Die Grünen im Wahlkreis Konstanz. Dass die Tiere Dialekt sprachen, gefiel auch ihr richtig gut, und sie freut sich darauf, unser Staunbaumprojekt zu unterstützen: „Das Projekt Staunbaum finde ich pädagogisch sehr wertvoll und eine tolle Idee, besonders weil die Kinder spielerisch an ihre Umwelt herangeführt werden. Dadurch werden die Kleinen schon früh für den nachhaltigen Umgang mit unserer Natur sensibilisiert.“

Die Premiere war eine tolle Bestätigung dafür, dass die Botschaft des Staunbaums, die Bedeutung von Natur- und Umweltschutz, den Kindern über die spielerische Interaktion nachhaltig vermittelt werden kann. Irmi Wette sagt dazu: „Wenn Kinder mit den Tieren reden und ihnen zugehört wird, trägt das natürlich dazu bei, dass sich die Kinder auch mit dem Herzen angesprochen fühlen.“

Strahlende Gesichter auf dem Gruppenfoto mit Irmi Wette und den Waldtieren

Strahlende Gesichter: Regisseur Walter Koch, technischer Helfer Bernhard Morgenstern, Schirmherrin Sandra Gräfin Bernadotte, Irmi Wette und MdB Andreas Jung (von links).

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Morgen, Kinder, wird’s was geben …

Bevor es endlich so weit ist, haben wir noch ein paar Informationen zu unserem Staunbaum-Projekt für euch. Ihr wisst ja schon, dass die Premiere morgen am Schloss auf der Insel Mainau stattfinden wird. Um 15 Uhr erfahrt ihr, wie unser Staunbaum – er ist übrigens eine Linde – aussieht und was die Tiere im Wald umtreibt. Eine Karte für die Premiere kostet 5 Euro, der Eintritt für die Insel ist darin enthalten. Vor dem Schloss wurde ein großes, wetterfestes Zelt aufgebaut, damit ihr vor Regen und Sonne geschützt seid.

Habt ihr schon mitbekommen, dass wir unseren Staunbaum-Malwettbewerb verlängert haben? Ihr könnt eure Bilder bis zum 8. Juli an die Konstanzer Puppenbühne schicken. Es sind schon einige tolle Kunstwerke eingegangen und wir sind sehr gespannt, was euch noch zu unserem Staunbaum einfallen wird. Das Mitmachen lohnt sich: Die Siegerinnen und Sieger bekommen tolle Preise. Auf euch warten eine Familienjahreskarte für die Insel Mainau, eine Aufführung für euren Kindergarten oder eure Grundschule, Bücherpreise vom Bücherschiff Konstanz, ein Kreativpaket von Kreativpoint Kornbeck und viele weitere tolle Gewinne.

Auf der Mainau gibt es viel zu entdecken: Zur Einstimmung auf euren Ausflug auf die Insel gibt es heute noch ein paar Eindrücke für euch. Wir freuen uns darauf, euch morgen zur Premiere begrüßen zu dürfen!

Im Garten für Alle auf der Insel Mainau kann man Pusteblumen fliegen lassen: in einer Ecke stehen sie dicht an dicht.

Diese Pusteblumen haben wir im Garten für Alle entdeckt
(Foto: Timo Henneck)

Diese und viele weitere farbenprächtige Blumen könnt ihr im Schmetterlingshaus bestaunen
(Foto: Timo Henneck)

Rote Blume Schmetterlingshaus Mainau

(Foto: Timo Henneck)

Schmetterling Mainau

Im Schmetterlingshaus flattern leuchtend bunte Schmetterlinge durch die Luft. Wenn ihr Glück habt, lässt sich einer auf eurer Hand nieder. Wartet, bis er seine Flügel aufklappt und euch sein buntes Muster zeigt.
(Foto: Timo Henneck)

Echse Mainau

Dieses gut getarnte Tierchen nimmt gerade ein Sonnenbad. Wenn ihr es auch einmal dabei beobachten wollt, müsst ihr euch auf den Weg zum Turm machen.
(Foto: Miriam Muschkowski)

Steineulen Mainau

Findet ihr heraus, wo dieses Pärchen steht?
(Foto: Timo Henneck)

Ein Schwan am Ufer der Insel Mainau

Wenn ihr den Einlass der Insel passiert habt, achtet nach der Brücke auf das Ufer rechts von euch. Wir haben dort diesen Schwan getroffen. Auch Enten fühlen sich dort wohl.
(Foto: Timo Henneck)

Hexenbaum Mainau

Tretet ein in die verwunschene Welt der Hexen und Zauberer …
(Foto: Timo Henneck)

Ästewald Mainau

Um diesen ungewöhnlich gewachsenen Baum zu entdecken, müsst ihr euch sehr aufmerksam umschauen, denn von außen ist er so nicht zu sehen …
(Foto: Miriam Muschkowski)

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Die Vorpremiere in Bildern

Heute haben wir gleich zwei Beiträge für euch. Los geht’s mit ein paar Bildern von der Vorpremiere auf der Insel Mainau.

Sandra Gräfin Bernadotte begrüßt die Gäste zur Vorpremiere des Staunbaums auf der Insel Mainau

Sandra Gräfin Bernadotte begrüßt die Gäste zur Vorpremiere des Staunbaums auf der Insel Mainau

Sandra Gräfin Bernadotte nimmt eine Frage aus dem Publikum entgegen

Für Fragen der Gäste hat sie ein offenes Ohr

Auf den folgenden Bildern ist das Stück in vollem Gange. Wir haben einige unserer Waldtiere für euch eingefangen:

Auf der Bühne: unser Fuchs

Unseren Fuchs kennt ihr ja schon. Was er hier wohl gerade macht?

Auf der Bühne: unsere Raupe

Unsere Raupe kennt ihr noch nicht. Sie wird sich euch hier im Blog noch vorstellen.

Wildschwein und Rabe im Gespräch auf der Bühne

Worüber sich Wildschwein und Rabe wohl unterhalten?

Irmi Wette bei der Vorpremiere mit dem Bauchladen vor der Bühne

Oh, eine Minibühne! Wir verraten noch nicht, was dort passiert.

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Unsere Tiere stellen sich vor: der Fuchs

Rotfuchs (vulpes vulpes)
In der Tierfabel: Reineke Fuchs

Intelligenz

Dem Fuchs wird nachgesagt ein schlaues Kerlchen zu sein. Wie kommt er eigentlich zu diesem Ruf?

Der Fuchs ist tatsächlich ein intelligentes Tier: Er lernt schnell und nutzt sein Wissen für kluge Überlebensstrategien. Er kann sich ganz unterschiedlichen Bedingungen anpassen und ist damit nicht abhängig von einer bestimmten Lebensweise oder dem Nahrungsangebot  so sichert er sich einen weiträumigen Lebensraum und Schutz vor der Ausrottung. Dabei dringt er immer weiter in vom Menschen besiedelte Gebiete vor. Mit etwas Glück kann man in vielen Städten nachts neben einem Fuchs die Straße überqueren.

Die sprichwörtliche Schläue des Fuchses hat sich auch in unserem Sprachgebrauch niedergeschlagen. Wir kennen Begriffe und Wendungen wie ausgefuchst, schlau wie ein Fuchs/Schlaufuchs oder einfach Fuchs (Du Fuchs!), Sparfuchs. 

Staunbaum: unser Fuchs

Unser Fuchs ist natürlich auch ein schlaues Kerlchen

Merkmale

Der Fuchs ist ein Raubtier und wird den Hundeartigen zugeordnet, ist also ein Verwandter von Hund und Wolf. Äußerlich unterscheidet er sich von einem Hund durch seine kürzeren Beine und den längeren Körper und vor allem durch seinen langen, buschigen Schwanz. Sein Fell ist rotbraun, die Wangen, der Bauch, die Innenseite seiner Beine sowie die Schwanzspitze sind weiß abgesetzt. Der Fuchs hat große Ohren und eine spitze Schnauze mit einer schwarzen Nase.

Das wendige Tier ist ein guter Springer und ein schneller Läufer. Es lebt in weiten Teilen Europas, im Norden Afrikas, in Asien und in Nordamerika. Sogar in Australien ist der Fuchs anzutreffen, dorthin hat ihn allerdings der Mensch gebracht. Ihr habt ja schon gelesen, dass der Fuchs sehr anpassungsfähig ist, und wundert euch daher sicher nicht, wenn ich euch sage, dass er nicht nur im Wald, sondern auch an Küsten, Halbwüsten und im Hochgebirge zu Hause ist. In nördlichen Gefilden bis hinein in die Arktis lebt der Eisfuchs, in Nordafrika der Wüstenfuchs, und in den Steppen in Zentralasien ist der Steppenfuchs heimisch.

Nahrung

Was frisst so ein Fuchs eigentlich gerne? Ihr wisst ja schon, dass er nicht wählerisch ist. Tatsächlich frisst er so ziemlich alles: Mäuse, Wühlmäuse, Regenwürmer, Schnecken, Heuschrecken, andere Insekten, Vögel und Vogeleier, Eidechsen, Frösche, Früchte und Beeren, Schlachtabfälle und Aas. Und ja, es stimmt, was man in vielen Büchern liest: Der Fuchs mopst auch mal ein Huhn aus dem Hühnerstall.

Staunbaum: unsere Maus

Eines der Beutetiere des Fuchses ist die Maus. Unser Mäuschen hat von unserem Fuchs allerdings nichts zu befürchten.

Er selbst muss sich kaum fürchten. Seine früheren Feinde Wolf und Adler stellen kaum noch eine Bedrohung dar und die Fuchspelzjagd gehört der Vergangenheit an. In Gebieten, in denen Füchse aus anderen Gründen bejagt werden, muss er sich außerhalb der Schonzeit allerdings in Acht nehmen.

Verhalten

Anders als andere Hundeartige sind Füchse übrigens keine Rudeltiere, sondern Einzelgänger, die alleine leben und jagen. Dabei meiden sie das Tageslicht, erst mit der Dämmerung werden sie aktiv und stöbern mithilfe ihres Gehörs und des Geruchssinns ihre Beute auf. Ihre Tasthaare an der Schnauze und an den Pfoten leisten ihnen dabei ebenfalls gute Dienste.

Der Schlafplatz des Fuches ist sein unterirdischer Bau, der dank seines Höhlensystems viele Eingänge und Fluchtwege besitzt. Habt ihr gewusst, dass sich der Fuchs seinen Bau häufig mit anderen Tieren teilt?

In der Paarungszeit lebt der Fuchs für eine Weile mit der Füchsin, Fähe genannt, zusammen. Die Fähe bringt drei bis fünf Junge zur Welt, die von den Eltern gemeinsam aufgezogen werden.

Der Fuchs wird bis zu zwölf Jahre alt.

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Wenn Mäuse dichten und Füchse lispeln: die Vorpremiere

Vergangenen Sonntag war es so weit: Auf der Insel Mainau fand die Vorpremiere unseres Staunbaums statt! Fast 200 Gäste waren gekommen, um endlich zu erfahren, wie so ein Staunbaum denn nun aussieht. So viel wollen wir schon verraten: Er ist nicht gerade klein und er wird noch Zuwachs bekommen. Die eigentlichen Stars des Stücks waren aber die Waldtiere. Wer kann einer dichtenden Maus, einem lispelnden Berliner Fuchs und einem beeindruckend großen Wildschwein schon widerstehen? Wir gestehen: Die Tierchen waren noch ein wenig schüchtern. Aber wie ihr sicher wisst, bedeutet eine Generalprobe mit Patzern eine erfolgreiche Premiere. Toi, toi, toi!*

Heute gibt es erst mal noch was zu lesen für euch, denn Julia Russ vom Südkurier war bei der Vorpremiere dabei und hat einen Artikel über den Staunbaum geschrieben.

Staunbaum Vorpremiere Südkurier

Was macht der Specht denn da? Und welche Tiere waren noch dabei? Mehr zur Vorpremiere unseres Staunbaums gibt’s im Artikel des Südkuriers.
(Bild: Screenshot vom Artikel)

*Toi, toi, toi bedeutet übrigens so viel wie Es möge gelingen und ist eine Art getarnter Glückwunsch. Er entstand, weil man durch einen ausgesprochen Glückwunsch keine bösen Geister herbeirufen wollte. Als Schutzhandlung klopfte man dreimal auf Holz oder spuckte dreimal aus. Weil dieses Ausspucken nicht so fein war, wurde es später durch den lautmalerischen Ausspruch toi, toi, toi ersetzt. Heute ist es Brauch, den Schauspielern am Theater vor ihrem Auftritt so Glück zu wünschen.

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Unsere Tiere stellen sich vor: das Eichhörnchen

Sciurus vulgaris, Rothörnchen

Das Eichhörnchen gehört zu den Hörnchen, einer großen Familie der Nagetiere. Man unterscheidet bei den Hörnchen zwischen Baumbewohnern, Erdhörnchen und Flughörnchen. Vielleicht habt ihr schon mal die Bezeichnung Baumhase für das Eichhörnchen gehört? Die kommt nicht von ungefähr, denn dieses Tier ist ein flinker Kletterer, der sich in Windeseile in den Bäumen bewegt.

Staunbaum Eichhoernchen

Auch unser Eichhörnchen ist ein echter Rotschopf

Ein auffälliges Merkmal des possierlichen Tierchens ist sein großer buschiger Schwanz. Der ist übrigens beinahe so lang wie sein Körper und sehr nützlich: Das Eichhörnchen hält mit dem Schwanz das Gleichgewicht und verwendet ihn bei seinen Sprüngen von Baum zu Baum als Steuer. Im Winter ist er eine kuschlige Decke. Hilfreich sind auch die Tasthaare an Kopf und Körper, die wie feine Messfühler funktionieren: Das Eichhörnchen spürt mit ihnen seine Umgebung und hält Abstand, wo es nötig ist.

Insgesamt bringt es das Eichhörnchen auf eine Körperlänge von bis zu 25 Zentimetern, dabei wiegt es nicht mehr als 500 Gramm. Sein Fell ist meistens rot, Bauch und Brust sind weiß. Es ist tagaktiv, zum Schlafen zieht es sich nachts in sein Nest, den sogenannten Kobel, zurück.

Eichhörnchen leben im Wald und sind fast überall in Europa und Asien zu Hause. Sie mögen vor allem Nadelwälder, leben bei gutem Futterangebot aber auch in jedem anderen Waldgebiet oder in Parkanlagen. Dort sind die Tiere oft so an Menschen gewöhnt, dass sie sich gerne von ihnen mit Nüssen für ihren Wintervorrat versorgen lassen. Wie ihr auf den Bildern sehen könnt, holen sich die zutraulichen Kerlchen die Nüsse direkt aus der Hand. So manches Eichhörnchen spart sich so vor dem Winter eine Menge Sucherei.

Eichhörnchen füttern

Hmmm, mal schnuppern …
Bild: Timo Henneck

Eichhörnchen füttern Königsfeld

Dieses Eichhörnchen hat keine Scheu, sich an der Hand eines Menschen festzuhalten, schließlich gibt es hier eine Nuss zu holen!
Bild: Timo Henneck

So ein Ausflug in einen Eichhörnchenwald ist ein tolles Erlebnis. Wenn ihr das auch mal erleben möchtet, solltet ihr versuchen an einem ruhigen Tag in den Wald zu gehen, dann habt ihr bessere Chancen auf viele nette Begegnungen mit den Tierchen. Achtet darauf, nicht zu viel Lärm zu machen, damit ihr sie nicht erschreckt.

Neben Nüssen fressen Eichhörnchen auch Baumsamen, Triebe, Beeren, Obst, Knospen und Pilze. Außerdem stehen Vogeleier, Jungtiere, Insekten und Schnecken auf ihrem Speiseplan. Ihren Wintervorrat, der hauptsächlich aus Nüssen und Eicheln besteht, vergraben sie entweder in der Erde oder sie verstecken ihn in Baumlöchern- oder ritzen. Weil die Tiere ziemlich vergesslich sind, werden im Winter nicht alle Vorratslager geleert. Die versteckten Samen keimen im folgenden Frühjahr und es entstehen neue Bäume und Sträucher.

So ein Eichhörnchen kann übrigens ziemlich alt werden: bis zu zwölf Jahre. Die meisten erreichen dieses Alter in ihrer natürlichen Umgebung aber nicht, denn das Eichhörnchen hat auch Feinde: es muss sich vor Greifvögeln, Baummardern und Zobeln in Acht nehmen.

Die Fortpflanzung findet bei den Eichhörnchen witterungsabhängig in der späten Winterzeit oder während des Frühjahrs und Sommers statt. Während der Paarungszeit jagt das Männchen das Weibchen kreuz und quer durch den Wald, bevor es zur Paarung kommt. Nach der Tragezeit (38 Tage) bringt das Weibchen drei bis fünf Junge zur Welt, die blind und nackt sind und im Nest gesäugt werden. Nach neun Wochen sind die Nesthocker bereit das Nest zu verlassen.

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Gärtnern für Alle e. V. – Pro Integration: Garten für Alle

Vor kurzem haben wir hier über den Verein Gärtnern für Alle und sein Angebot der Grünen Schule berichtet. Heute erfahrt ihr etwas über Pro Integration, eine berufsvorbereitende Maßnahme für Jugendliche mit Förderungsbedarf. Die Jugendlichen erhalten hier neben dem theoretischen Unterricht und der sozialpädagogischen Förderung die Möglichkeit, das Berufsleben in den Bereichen Garten und Gastronomie kennenzulernen. Wenn ihr die Mainau besucht, könnt ihr euch im Café Vergissmeinnicht von den Jugendlichen, die am Programm von Pro Integration teilnehmen, bewirten lassen. Vom Café habt ihr übrigens einen hervorragenden Blick auf den Garten für Alle, der ebenfalls von den Jugendlichen bepflanzt wird.

Cafe Vergissmeinnicht Mainau

Das Cafe Vergissmeinnicht auf der Insel Mainau lädt zum Verweilen mit Blick auf den Garten ein

Sandra Gräfin Bernadotte ist Sozialpädagogin und Initiatorin des Café Vergissmeinnnicht. Sie erklärt den Gedanken hinter Pro Integration: „Durch straffe Bildungspläne und kulturelle Unterschiede ergeben sich Integrationsprobleme, die vor allem lernschwache Menschen an der Teilnahme des gesellschaftlichen Lebens hindern. Mit Pro Integration geben wir ihnen in familiärem Umfeld durch eine ganzheitliche Begleitung die Chance den Einstieg in ein geregeltes Berufsleben und damit verbunden sozial starkes Umfeld zu bekommen.“ (Zitat aus der Pro-Integrations-Broschüre des Vereins)

Wir waren für euch auf der Mainau und haben uns den Garten für Alle angesehen. Ihr findet ihn auf dem Geländeplan unter der Nummer 21.

Plan Mainau

Der Garten für Alle ist eine der ersten Anlagen auf der Mainau, wenn man die Insel vom Festland betritt

Der Garten ist sehr schön gestaltet. Es gibt verschiedene Sitzgelegenheiten, auf denen man sich ein wenig niederlassen und den Blick auf den Garten genießen kann. Die Beete sind in unterschiedlicher Höhe angelegt und mit Blumen und Kräutern bepflanzt.

Tulpe Mainau

In hoch angelegten Beeten sind rote Tulpen gepflanzt

Pflanzenbeet Mainau

In den Blumenkästen leuchtet ein Meer aus bunten Blumen

Stiefmuetterchen Mainau

Eine bepflanzte Wand bietet Platz für Stiefmütterchen in vielen Farben

In den Kräuterbeeten gibt es kleine Schilder, die angeben, was hier wächst und gedeiht.

Kraeuterbeet Mainau

Hier wachsen unter anderem Samt-Minze, Apfel-Minze und Schoko-Minze. Wenn das nicht lecker klingt!

Marokkanische Minze Mainau

Marokkanische Minze (links hinter dem Schildchen) und Ehrenpreis

Außerdem gibt es einige Glashäuser und eine wunderschöne Sonnenuhr.

Glashaus Mainau

Eines der Glashäuser im Garten für Alle

Sonnenuhr Mainau

Die Sonnenuhr: ein echter Blickfang

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