Tierfiguren

Staunbaum: der Trailer

Ihr kennt unseren Staunbaum noch nicht? Na, dann schaut euch doch gleich mal unseren brandneuen Trailer an – in fantastischen vier Minuten lernt ihr hier einige unserer charmanten Waldtiere kennen: den Fuchs mit der Berliner Schnauze, den zarten Schmetterling und den beeindruckenden Uhu … Viel Spaß beim Anschauen und hoffentlich bis bald!

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Unsere Tiere stellen sich vor: der Rabe

Rabenvögel/Corvidae

Kraa, Kraa! So macht unser Rabe unterm Staunbaum. Er hat ein auffallend schwarzes Gefieder und einen großen, kräftigen Schnabel. Damit könnten wir ihn den Kolkraben zuordnen, auch Corvus corax genannt. Diese Art ist in Deutschland übrigens geschützt. Unter den Rabenvögeln gibt es verschiedene Arten, die sich deutlich voneinander unterscheiden. Das charakteristische schwarze Gefieder unseres Krax‘ zeichnet längst nicht alle Rabenarten aus: Manche sind grau, andere bunt oder schwarz-weiß.

Der Rabe in unserem Staunbaum will sich ein Nest bauen

Das ist nicht das übliche Material für den Nestbau. Äste, Lehm und Moos sind geeigneter.

Lebensraum und Gesang

Die Rabenvögel sind fast überall auf der Welt zu Hause, nur in der Antarktis trifft man sie nicht. Man unterscheidet sieben Gruppen: Häher, Elstern, Wüstenhäher, Tannenhäher, Alpenkrähen/Alpendohlen, afrikanische Piapias und Raben. So unterschiedlich die verschiedenen Arten sind (es gibt weltweit etwa 110), so unterschiedlich sind auch die Gebiete, in denen man sie antrifft. Rabenvögel leben in Gebirgen, an Felsküsten, in der Tundra, in Wäldern, Buschsteppen und Wüsten; in Moorlandschaften, an Waldrändern und Lichtungen, aber auch in Kulturlandschaften, Parks und Städten.

Unterscheiden kann man die verschiedenen Arten übrigens auch an ihrem Gesang: Die einen machen kraa wie unser Krax, von Rabenkrähen hört man hingegen auch mal konk und von Saatkrähen kroh. Dohlen machen kiack oder kja, und wenn ihr ga-hi oder rrätsch hört, lauscht ihr einem Eichelhäher. Elstern machen sich durch tscharrr-ackackack oder jäck-jäck bemerkbar.

Sozialverhalten, Nahrung und Fortpflanzung

Rabenvögel sind intelligente, soziale und gesellige Tiere. Habt ihr gewusst, dass sich Elstern im Spiegel erkennen können und sich Dohlen und Krähen ihr Mahl servieren, indem sie Kastanien aus der Höhe hinabfallen lassen, damit die Schale platzt und die Frucht freilegt? Ihre Intelligenz ermöglicht es den Vögeln, sich neue Nahrungsquellen zu erschließen und sich so an neue Lebensräume anzupassen. Manche Arten leben zu zweit als Pärchen, andere finden sich zu Gruppen oder Schwärmen zusammen.

Auf dem Speiseplan stehen im Sommer hauptsächlich Schnecken, Muscheln, Regenwürmer, Insekten und manchmal auch kleine Säugetiere, Vogeleier und Küken. Im Winter ist das Angebot mager, dann gibt es Beeren, Samen und Aas, für manche auch Eicheln und Bucheckern. So mancher klaut anderen Vögeln die erlegte Beute.

Elternpärchen bleiben dauerhaft zusammen und kümmern sich gemeinsam um den Nachwuchs. Vor der Fortpflanzung legen sie ein Nest an, in dem das Weibchen dann drei bis sechs Eier ausbrütet, während es vom Männchen mit Nahrung versorgt wird. Wenn die Jungen geschlüpft sind, füttern Mutter und Vater sie gemeinsam. Manche Arten brüten lieber in trauter Zweisamkeit hoch oben im Baum, andere legen ganze Kolonien an geschützten Orten an.

Die Lebenserwartung von Rabenvögeln liegt je nach Art zwischen fünfzehn und über zwanzig Jahren.

Wenn ihr mehr über die Lebensweise verschiedener Rabenvögel wissen wollt, könnt ihr hier mal vorbeischauen.

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Unsere Tiere stellen sich vor: die Waldmaus

Mus

Die Maus ist auf der ganzen Welt zu Hause und lebt schon lange in der Nähe des Menschen.  Das liegt daran, dass sie ein so genannter Kulturfolger ist. Das bedeutet, dass sie in der Nähe menschlicher Siedlungen gute Lebensbedingungen findet. Es gibt fast vierzig Mausarten, die wohl bekannteste ist die Hausmaus mit dem lustigen lateinischen Namen mus musculus. Unser Mäuschen ist im Wald zu Hause, sie ist also eine Waldmaus.

Unsere Maus aus dem Staunbaum

Auch unser Mäuschen hat große Augen und Ohren und feine Tasthaare an der Nase

Die Waldmaus ist etwa zehn Zentimeter lang und hat einen langen Schwanz, mit dem sie balancieren und sich festhalten kann. Die Waldmaus kann richtig gut klettern und springen! Weitere Kennzeichen der Waldmaus sind ihre langen Ohren, die großen Augen und die empfindsamen langen Tasthaare an der Nase. Ihr Näschen setzt sie für die Futtersuche ein; sie spürt damit Samen, Eicheln und Nüsse auf. Manchmal frisst sie auch Insekten, Spinnen oder Schnecken sowie Pilze, Früchte oder Beeren. Die Futtersuche bestimmt die meiste Zeit des Tages. Damit die Waldmaus auch bei Kälte immer gut versorgt ist, legt sie bei gutem Nahrungsangebot Vorratskammern in ihrem Bau an. Diesen gräbt sie entweder in die Erde oder sie baut sich ein Nest in Baumhöhlen oder Vogelnestern.

Die Waldmaus ist auch im Winter aktiv, dann sucht sie oft Unterschlupf in Häusern, denn dort ist es wärmer und sie findet meist genug zu essen. Im Sommer zieht es sie auf jeden Fall hinaus ins Freie.

Das Waldmausweibchen kann bereits im Alter von drei Monaten die ersten Jungen gebären. Diese frühe Fortpflanzung ist sinnvoll, denn in Freiheit werden Waldmäuse nicht sehr alt: nur ungefähr zwei Jahre.

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Unsere Tiere stellen sich vor: der Schmetterling

Der Schmetterling in unserem Staunbaum

Hier fliegt unser Schmetterling um den Staunbaum
(Foto: Oliver Hanser)

Einen Schmetterling hat sicher jeder von euch schon mal gesehen. Die schmalen Tierchen mit den großen Flügeln gehören zur Gruppe der Insekten und flattern auch in Deutschland zahlreich durch die Lüfte. Viele von ihnen sind wunderbar bunt. Ihre Farbenpracht verdanken sie den so genannten Farbschuppen, durch die tolle Muster auf den Flügeln entstehen. Weitere Merkmale des Schmetterlings sind seine Facettenaugen, die aus vielen, vielen kleinen Linsen zusammengesetzt sind, und die langen Fühler. Kopf und Körper sind im Vergleich zu den Flügeln recht klein.

Weinschwaermer

Auf diesem Bild erkennt ihr die Facettenaugen und die langen Fühler des Weinschwärmers. Die vorderen Beine verwendet der Schmetterling als Bürste, mit der er sich nach dem Essen reinigen kann.
(Foto: Bernhard Henneck)

Schmetterlinge leben dort, wo Pflanzen wachsen, und sie fühlen sich fast überall auf der Welt wohl. Wenn ihr auf Wiesen und Feldern, an Büschen und im Wald sowie drumherum aufmerksam Ausschau haltet, entdeckt ihr sicher einige der hübschen Tierchen. Es gibt übrigens rund 150 000 Arten, auch (Nacht-)Falter, Schwärmer, Spanner, Spinner und Motten gehören dazu. Manche Schmetterlinge haben sehr interessante Namen, sie heißen zum Beispiel Eulen, Bären, Ordensbänder, Hausmutter, Admiral, Schachbrettfalter oder Bananenfalter. Ihren Namen verdanken diese Exemplare häufig der Zeichnung auf ihren Flügeln: Das an ein Eulenauge erinnernde Muster des Eulenfalters zum Beispiel schreckt Vögel ab und bewahrt ihn so davor, gefressen zu werden. Manche Schmetterlinge stellen in ihrem Körper Gift her, damit sie für Fressfeinde als Beute nicht infrage kommen.

Schwalbenschwanz

Auch der Schwalbenschwanz hat ein interessantes Muster auf seinen Flügeln
(Foto: Bernhard Henneck)

Der Schmetterling selbst sucht sich seine Nahrung in den Blumen. Mit seinem langen Rüssel saugt er den Nektar aus der Blüte. Wann er das tut, hängt davon ab, welcher Art er angehört. Manche suchen bevorzugt in der Dämmerung, andere gehen erst tagsüber oder sogar in der Nacht auf die Suche. Man unterscheidet deshalb zwischen Tag- und Nachtfaltern. Durch ihre Nahrungssuche tragen die Schmetterlinge zur Fortpflanzung der Blumen bei, weil sie Blütenstaub von Blume zu Blume tragen. Manche Schmetterlinge ernähren sich von Schweiß oder Blut, andere trinken den gärenden Saft aus Bananen. So kam der Bananenfalter zu seinem Namen. Es gibt sogar Schmetterlinge, die überhaupt nicht fressen, weil sie nur sehr kurze Zeit leben.

Schmetterling Admiral

Hier seht ihr einen Admiral an einer Distel
(Foto: Bernhard Henneck)

Wenn wir in unserem Garten einen schönen Schmetterling bewundern, hat er zuvor bereits mehrere Stadien durchlaufen und ist von der Raupe zur Puppe geworden, aus der er anschließend geschlüpft ist. Aber fangen wir von vorne an: Alles beginnt bei der Paarung. Nachdem diese vollzogen wurde, legt das Weibchen Eier ab, aus denen Larven schlüpfen. Das sind die Raupen. Diese kleinen Tierchen sind überaus gefräßig und legen in kurzer Zeit ordentlich an Gewicht zu.

Schwalbenschwanz Raupe

Die Raupe des Schwalbenschwanzes (Papilio machaon) ist selbst recht interessant gemustert
(Foto: Bernhard Henneck)

Tagpfauenauge Raupe

Bei der Raupe des Tagpfauenauges (Nymphalis io) heben sich die orangenen Stummelbeine auffällig von ihrem schwarzen Körper ab
(Foto: Bernhard Henneck)

Bevor aus ihnen ein Schmetterling wird, müssen sie sich verpuppen. Dazu spinnen sie sich mithilfe eines langen Fadens aus ihrem Körper in einen Kokon ein. Als Puppe tun sie gar nichts, auch das Fressen stellen sie in dieser Zeit ein. In ihrem Innern allerdings geschieht etwas: Die Raupe verwandelt sich in den Schmetterling. Sobald die Verwandlung abgeschlossen ist, platzt der Kokon und der Schmetterling schlüpft. Nach einigen Stunden, in denen er seine Flügel mit Blut vollgepumpt hat und sein Körper fest geworden ist, kann er zum ersten Mal losfliegen.

Schwalbenschwanz Puppe

Die Puppe des Schwalbenschwanzes (Papilio machaon)
(Foto: Bernhard Henneck)

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Unsere Tiere stellen sich vor: der Fuchs

Rotfuchs (vulpes vulpes)
In der Tierfabel: Reineke Fuchs

Intelligenz

Dem Fuchs wird nachgesagt ein schlaues Kerlchen zu sein. Wie kommt er eigentlich zu diesem Ruf?

Der Fuchs ist tatsächlich ein intelligentes Tier: Er lernt schnell und nutzt sein Wissen für kluge Überlebensstrategien. Er kann sich ganz unterschiedlichen Bedingungen anpassen und ist damit nicht abhängig von einer bestimmten Lebensweise oder dem Nahrungsangebot  so sichert er sich einen weiträumigen Lebensraum und Schutz vor der Ausrottung. Dabei dringt er immer weiter in vom Menschen besiedelte Gebiete vor. Mit etwas Glück kann man in vielen Städten nachts neben einem Fuchs die Straße überqueren.

Die sprichwörtliche Schläue des Fuchses hat sich auch in unserem Sprachgebrauch niedergeschlagen. Wir kennen Begriffe und Wendungen wie ausgefuchst, schlau wie ein Fuchs/Schlaufuchs oder einfach Fuchs (Du Fuchs!), Sparfuchs. 

Staunbaum: unser Fuchs

Unser Fuchs ist natürlich auch ein schlaues Kerlchen

Merkmale

Der Fuchs ist ein Raubtier und wird den Hundeartigen zugeordnet, ist also ein Verwandter von Hund und Wolf. Äußerlich unterscheidet er sich von einem Hund durch seine kürzeren Beine und den längeren Körper und vor allem durch seinen langen, buschigen Schwanz. Sein Fell ist rotbraun, die Wangen, der Bauch, die Innenseite seiner Beine sowie die Schwanzspitze sind weiß abgesetzt. Der Fuchs hat große Ohren und eine spitze Schnauze mit einer schwarzen Nase.

Das wendige Tier ist ein guter Springer und ein schneller Läufer. Es lebt in weiten Teilen Europas, im Norden Afrikas, in Asien und in Nordamerika. Sogar in Australien ist der Fuchs anzutreffen, dorthin hat ihn allerdings der Mensch gebracht. Ihr habt ja schon gelesen, dass der Fuchs sehr anpassungsfähig ist, und wundert euch daher sicher nicht, wenn ich euch sage, dass er nicht nur im Wald, sondern auch an Küsten, Halbwüsten und im Hochgebirge zu Hause ist. In nördlichen Gefilden bis hinein in die Arktis lebt der Eisfuchs, in Nordafrika der Wüstenfuchs, und in den Steppen in Zentralasien ist der Steppenfuchs heimisch.

Nahrung

Was frisst so ein Fuchs eigentlich gerne? Ihr wisst ja schon, dass er nicht wählerisch ist. Tatsächlich frisst er so ziemlich alles: Mäuse, Wühlmäuse, Regenwürmer, Schnecken, Heuschrecken, andere Insekten, Vögel und Vogeleier, Eidechsen, Frösche, Früchte und Beeren, Schlachtabfälle und Aas. Und ja, es stimmt, was man in vielen Büchern liest: Der Fuchs mopst auch mal ein Huhn aus dem Hühnerstall.

Staunbaum: unsere Maus

Eines der Beutetiere des Fuchses ist die Maus. Unser Mäuschen hat von unserem Fuchs allerdings nichts zu befürchten.

Er selbst muss sich kaum fürchten. Seine früheren Feinde Wolf und Adler stellen kaum noch eine Bedrohung dar und die Fuchspelzjagd gehört der Vergangenheit an. In Gebieten, in denen Füchse aus anderen Gründen bejagt werden, muss er sich außerhalb der Schonzeit allerdings in Acht nehmen.

Verhalten

Anders als andere Hundeartige sind Füchse übrigens keine Rudeltiere, sondern Einzelgänger, die alleine leben und jagen. Dabei meiden sie das Tageslicht, erst mit der Dämmerung werden sie aktiv und stöbern mithilfe ihres Gehörs und des Geruchssinns ihre Beute auf. Ihre Tasthaare an der Schnauze und an den Pfoten leisten ihnen dabei ebenfalls gute Dienste.

Der Schlafplatz des Fuches ist sein unterirdischer Bau, der dank seines Höhlensystems viele Eingänge und Fluchtwege besitzt. Habt ihr gewusst, dass sich der Fuchs seinen Bau häufig mit anderen Tieren teilt?

In der Paarungszeit lebt der Fuchs für eine Weile mit der Füchsin, Fähe genannt, zusammen. Die Fähe bringt drei bis fünf Junge zur Welt, die von den Eltern gemeinsam aufgezogen werden.

Der Fuchs wird bis zu zwölf Jahre alt.

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Unsere Tiere stellen sich vor: das Eichhörnchen

Sciurus vulgaris, Rothörnchen

Das Eichhörnchen gehört zu den Hörnchen, einer großen Familie der Nagetiere. Man unterscheidet bei den Hörnchen zwischen Baumbewohnern, Erdhörnchen und Flughörnchen. Vielleicht habt ihr schon mal die Bezeichnung Baumhase für das Eichhörnchen gehört? Die kommt nicht von ungefähr, denn dieses Tier ist ein flinker Kletterer, der sich in Windeseile in den Bäumen bewegt.

Staunbaum Eichhoernchen

Auch unser Eichhörnchen ist ein echter Rotschopf

Ein auffälliges Merkmal des possierlichen Tierchens ist sein großer buschiger Schwanz. Der ist übrigens beinahe so lang wie sein Körper und sehr nützlich: Das Eichhörnchen hält mit dem Schwanz das Gleichgewicht und verwendet ihn bei seinen Sprüngen von Baum zu Baum als Steuer. Im Winter ist er eine kuschlige Decke. Hilfreich sind auch die Tasthaare an Kopf und Körper, die wie feine Messfühler funktionieren: Das Eichhörnchen spürt mit ihnen seine Umgebung und hält Abstand, wo es nötig ist.

Insgesamt bringt es das Eichhörnchen auf eine Körperlänge von bis zu 25 Zentimetern, dabei wiegt es nicht mehr als 500 Gramm. Sein Fell ist meistens rot, Bauch und Brust sind weiß. Es ist tagaktiv, zum Schlafen zieht es sich nachts in sein Nest, den sogenannten Kobel, zurück.

Eichhörnchen leben im Wald und sind fast überall in Europa und Asien zu Hause. Sie mögen vor allem Nadelwälder, leben bei gutem Futterangebot aber auch in jedem anderen Waldgebiet oder in Parkanlagen. Dort sind die Tiere oft so an Menschen gewöhnt, dass sie sich gerne von ihnen mit Nüssen für ihren Wintervorrat versorgen lassen. Wie ihr auf den Bildern sehen könnt, holen sich die zutraulichen Kerlchen die Nüsse direkt aus der Hand. So manches Eichhörnchen spart sich so vor dem Winter eine Menge Sucherei.

Eichhörnchen füttern

Hmmm, mal schnuppern …
Bild: Timo Henneck

Eichhörnchen füttern Königsfeld

Dieses Eichhörnchen hat keine Scheu, sich an der Hand eines Menschen festzuhalten, schließlich gibt es hier eine Nuss zu holen!
Bild: Timo Henneck

So ein Ausflug in einen Eichhörnchenwald ist ein tolles Erlebnis. Wenn ihr das auch mal erleben möchtet, solltet ihr versuchen an einem ruhigen Tag in den Wald zu gehen, dann habt ihr bessere Chancen auf viele nette Begegnungen mit den Tierchen. Achtet darauf, nicht zu viel Lärm zu machen, damit ihr sie nicht erschreckt.

Neben Nüssen fressen Eichhörnchen auch Baumsamen, Triebe, Beeren, Obst, Knospen und Pilze. Außerdem stehen Vogeleier, Jungtiere, Insekten und Schnecken auf ihrem Speiseplan. Ihren Wintervorrat, der hauptsächlich aus Nüssen und Eicheln besteht, vergraben sie entweder in der Erde oder sie verstecken ihn in Baumlöchern- oder ritzen. Weil die Tiere ziemlich vergesslich sind, werden im Winter nicht alle Vorratslager geleert. Die versteckten Samen keimen im folgenden Frühjahr und es entstehen neue Bäume und Sträucher.

So ein Eichhörnchen kann übrigens ziemlich alt werden: bis zu zwölf Jahre. Die meisten erreichen dieses Alter in ihrer natürlichen Umgebung aber nicht, denn das Eichhörnchen hat auch Feinde: es muss sich vor Greifvögeln, Baummardern und Zobeln in Acht nehmen.

Die Fortpflanzung findet bei den Eichhörnchen witterungsabhängig in der späten Winterzeit oder während des Frühjahrs und Sommers statt. Während der Paarungszeit jagt das Männchen das Weibchen kreuz und quer durch den Wald, bevor es zur Paarung kommt. Nach der Tragezeit (38 Tage) bringt das Weibchen drei bis fünf Junge zur Welt, die blind und nackt sind und im Nest gesäugt werden. Nach neun Wochen sind die Nesthocker bereit das Nest zu verlassen.

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Unsere Tiere stellen sich vor: das Wildschwein

Lateinischer Name: Sus scrofa

Wildschwein Das Wildschwein oder Schwarzwild ist ein echtes Schwergewicht, bis zu 200 Kilogramm bringt es auf die Waage. Verteilt ist dieses Gewicht auf eine Körperhöhe von knapp einem Meter. Augen, Ohren und Schwanz fallen recht klein aus, der Körper ist dafür umso massiger. Die Wildschweinmännchen – Keiler genannt – sind mit langen scharfen Eckzähnen ausgestattet. Bei den Wildschweinweibchen, den Bachen, fallen die Zähne etwas kürzer aus.

In den Wäldern Europas tummeln sich so einige Wildschweine, denn hier leben die Tiere noch in freier Wildbahn. Zu Gesicht bekommen werdet ihr sie wahrscheinlich trotzdem nicht: Wenn ein Wildschwein eure Witterung aufnimmt, verzieht es sich lieber ins Unterholz. Inzwischen ist der Mensch zur größten Gefahr für das Wildschwein geworden, denn natürliche Feinde hat es kaum noch: Bären, Wölfe und Füchse sind ausgerottet oder sehr selten geworden.

Obwohl das Wildschwein bevorzugt in großen Wäldern zu Hause ist, kann es  sich auch anderen, ganz unterschiedlichen Umgebungen anpassen: Wildschweine leben auch an Seeufern, in Schilfgürteln, Sümpfen, Reisfeldern oder sogar an tropischen Küsten oder im Hochgebirge, etwa in Nordafrika oder in Teilen Asiens.

So ein Wildschwein kann richtig schnell rennen und lässt sich auch von Dickicht nicht von seinem Weg abbringen. Es unternimmt nicht nur lange Streifzüge, sondern kann auch schwimmend viele Kilometer zurücklegen. Weil es einen stark ausgeprägten Geruchsinn hat, kann es sogar tief in der Erde liegende Trüffelpilze riechen. Ihr habt wahrscheinlich schon mal vom sogenannten Trüffelschwein gehört.

Beim Essen ist das Wildschwein als Allesfresser nicht wählerisch. Auf seinem Speiseplan stehen Eicheln, Kastanien, Bucheckern und Nüsse, auch Pilze und Aas werden nicht verschmäht. Mit seinem Rüssel wühlt das Wildschwein den Boden auf und gräbt Wurzeln, Mäuse, Larven und Engerlinge aus. So manches Wildschwein vertilgt selbst Muscheln, Krebse, Fische und Bananen.

Das Wildschwein lebt in einem Familienverband, der Rotte. Eine beliebte Beschäftigung der Rotte: das Schlammbad. Im November kämpfen die Keiler um die paarungsbereiten Bachen. Die unterlegenen jüngeren Keiler werden davongejagt oder suchen gleich selbst das Weite. Nach der Paarung bringt die Bache nach vier bis fünf Monaten Tragezeit abseits ihrer Rotte drei bis zwölf Frischlinge zu Welt. Die Jungtiere  – ihr erkennt sie an ihrem gestreiften Fell – werden in den ersten Monaten gesäugt. Ausgewachsen sind sie nach zwei bis fünf Jahren.

Wenn ihr es im Wald schnauben hört, ist das vielleicht ein Wildschwein, das Gefahr ankündigt; man nennt dieses Geräusch Blasen. Manchmal wird auch geschnauft, am häufigsten aber ist das charakteristische Grunzen. Die Frischlinge hingegen quieken.

Wer es ganz genau wissen will, findet hier jede Menge Informationen über das Wildschwein und seine Lebensweise. Im Kindernetz des SWR gibt es nicht nur einen Wildschweinsteckbrief, sondern sogar ein Video über das Wildschwein.

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Unsere Tiere stellen sich vor: die Spinne

Weiter geht’s in unserer Reihe mit der Spinne. Das Exemplar in unserem Stück stellt sich im Folgenden selbst näher vor.

„Ich bin die Spinne und gehöre zur Ordnung der Spinnentiere (Arachnida). Bei vielen Menschen bin ich sehr unbeliebt. Anders als gemeine Insekten habe ich wie alle Spinnentiere acht Beine und bin somit leicht als Spinne zu identifizieren. Manche von uns Spinnen sind behaart (zum Beispiel die Vogelspinne), andere haben ein schönes Muster – ich als Kreuzspinne etwa habe ein Kreuz auf dem Rücken.

Unsere Spinne

Unsere Spinne

Die größte Klasse unter uns bilden die Webspinnen (Araneae) mit mehr als 40.000 Arten, zu denen auch ich gehöre. Wir sind diejenigen Spinnen, die die feinen Netze weben, in denen wir unsere Beute, fliegende Insekten, fangen. Ist uns ein Opfer ins Netz gegangen, ergreifen wir es mit unseren Kieferklauen und töten es mit unserem Gift. Dazu reicht ein einziger Biss.
Meine Freundinnen, die keine Netze bauen, sind entweder Jagdspinnen – zum Beispiel Springspinnen, die bis zu 30 Zentimeter weit springen können – oder Lauerjäger, die ihrem Opfer aus dem Hinterhalt auflauern und es zur Vorratshaltung zu einem Päckchen zusammenschnüren.

Für die Fortpflanzung bedienen wir Spinnen uns der verschiedensten Balzmethoden. Da gibt es das eingesponnene Insekt als Brautgeschenk, das das Listspinnenmännchen dem Weibchen anbietet, oder das Wolfsspinnenmännchen, das seine Auserwählte mit einem Tanz umwirbt; das Fettspinnenmännchen hingegen webt unterschiedliche Elemente ins Netz des Weibchens.
Ist es zu einer Befruchtung gekommen, legt das Weibchen bis zu 2000 Eier, die es in einen Eikokon einspinnt, um sie vor Feinden zu schützen. Bei der Geburt sind die Jungspinnen schon recht weit entwickelt; sie werden sich in ihrem Leben bis zu 20 Mal häuten.
Wie alt wir Spinnen werden, hängt davon ab, welcher Art wir angehören. Die kleinen heimischen Spinnen werden nicht älter als ein Jahr, eine Vogelspinne dagegen kann bis zu 27 Jahre alt werden.

Mehr Informationen zu meinen Artgenossen gibt es zum Beispiel hier und hier.“

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Unsere Tiere stellen sich vor: der Uhu

Unser Staunbaum-Projekt schreitet voran! Bis es so weit ist und unsere neuen tierischen Darsteller ihren großen Auftritt haben, stellen sich Ihnen unsere fertigen Tiere schon einmal vor. Den Anfang macht der Uhu. Los geht’s!

Der Uhu (Bubo bubo)

Unser Uhu

Unser Uhu

Der Uhu, Vogel des Jahres 2005, ist ein nachtaktiver Greifvogel und die größte europäische Eule (weltweit gibt es ungefähr 160 verschiedene Eulenarten). Im Deutschen bekam der Uhu seinen Namen aufgrund seines Balzrufes, der wie „buoh-buoh“ klingt. Man findet den Uhu in Deutschland vor allem in den Mittelgebirgen Süd- und Westdeutschlands, in den Alpen und in Schleswig-Holstein. Er gehört zu den schutzbedürftigen Tierarten.

Der Uhu ist ein auffälliger Vogel: Mit einer Körpergröße von rund 70cm und einer Flügelspannweite von bis zu 180cm, dem großen, runden Kopf und den orangefarbenen Augen hebt er sich deutlich von anderen Vögeln ab. Das in verschiedenen Brauntönen gehaltene Gefieder dient als hervorragende Tarnung. Im Vergleich mit anderen großen Vögeln ist der Uhu ein Leichtgewicht und bringt höchstens 3,2 Kilogramm auf die Waage. Er hat eine Lebenserwartung von 25 bis 30 Jahren.

Der Uhu kann aus einem reichhaltigen Nahrungsangebot wählen. Zu seinen Beutetieren gehören Feldmäuse, Ratten, Igel, Kaninchen, Feldhasen und kleine und große Vögel, manchmal sogar Fische oder Amphibien.

Ab Mitte März bis Mitte April ist bei der Uhu-Familie Nachwuchs angesagt, dann legt das Weibchen bis zu fünf Eier in eine Felsnische oder eine Höhle. Diese brütet es fünf Wochen lang aus, während sich das Männchen um die Futtersuche kümmert. Sind die kleinen Uhus auf der Welt, dauert es neun bis zehn Wochen, bis sie flügge sind und ihre Eltern bei der Jagd begleiten können. Im Herbst werden sie selbstständig und verlassen ihre Eltern.

Ausführliche Infos über den Uhu gibt es unter anderem beim NABU und im Kindernetz des SWR.

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Wie unsere Tiere entstehen

Unser Staunbaum-Projekt schreitet voran und die tierischen Helden des Stücks nehmen langsam Gestalt an … Hier können Sie miterleben, wie unsere Tiere entstehen.

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